Noch fünf Tage! Am Freitag schließt das Transferfenster und einige Bundesligisten sind noch mitten im Einkaufsbummel. Was passiert bei Bayern? Wen verpflichtet Arnesen? Und wer soll Leno als Nummer eins in Leverkusen gefährlich werden? sportal.de klärt auf.
Nach dem ersten Spieltag ist vor dem Ende des Transferfensters. Am Freitag läuft die Wechselfrist ab und den Bundesligisten bleiben noch fünf Tage um nochmals auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Doch nicht bei allen Bundesligisten besteht - auch im Hinblick auf die finanziellen Möglichkeiten - noch Handlungsbedarf, bei anderen hingegen sind sogar noch Wechsel in der Schwebe.
Der Dauerbrenner: Bayern und Martinez
So wie zum Beispiel bei Bayern München. Seit Wochen zieht sich die Verpflichtung des spanischen Nationalspielers Javier Martinez von Athletic Bilbao nun hin und ein Ende war lange Zeit nicht in Sicht, bis jetzt, denn am Freitag ist Schicht und die Verantwortlichen müssen entscheiden. Während der deutsche Rekordmeister und Javier Martinez sich einigen konnten und beide Parteien den Wechsel unbedingt dingfest machen wollen, stellt sich Bilbaos Führungsetage um Präsident Josu Urrutia quer. Es wird gemunkelt, dass Urrutia sich vor den anstehenden Neuwahlen in ein gutes Licht rücken möchte und es so aussehen lassen will, dass er alles dafür tut, seine Stars zu halten.
Gegen 40 Millionen Euro und einen abwanderungswilligen Spieler erscheint dieses Unterfangen jedoch nur als lächerliche Farce und Urrutia wie eine trotziges Kind, weswegen Bilbao anscheinend auf der Suche nach Ersatz in Form von Benat Etxebarria von Betis Sevilla ist. Nun könnte angeblich die Unterschrift von Martinez beim FC Bayern kurz bevor stehen, berichtet tz-online. Die Münchner Zeitung bezieht sich dabei auf den Blog des spanischen Journalisten Javier Matallanas auf as.com. Fortsetzung folgt.
Aber warum will Bayern den Mega-Deal perfekt machen? Brauchen die Münchner überhaupt noch einen defensiven Mittelfeldspieler? Mit Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo, Anatoliy Tymoshchuk und dem aufstrebenden Emre Can ist der Vize-Meister eigentlich ausreichend besetzt, vor allem wenn man bedenkt, dass auch Toni Kroos noch für die Position zur Verfügung steht.
Javier Martinez soll dem Kader weitere Tiefe geben und vor allem den zuletzt verletzungsanfälligen Schweinsteiger ersetzen. Sollte Bayern gleichzeitig noch Tymoshchuk loswerden, wäre der Transfer im Hinblick auf eine lange Saison mit dreifacher Belastung durch Liga, Pokal und Champions League sinnvoll.
Panik an der Elbe: HSV will zuschlagen
Von einer solchen Mehrfachbelastung wagen zumindest die Fans im Norden Deutschlands nicht zu träumen, zumal sogar die Doppelbelastung schon vor dem ersten Spieltag der Liga der Geschichte angehörte. Beim Hamburger SV hängt der Haussegen schief, man könnte den Dino als Sorgenkind der Liga bezeichnen, wenn man fies sein will. Wollen wir aber nicht, deswegen schauen wir lediglich auf die erneut volle Fahrt aufnehmenden Transferaktivitäten, die so kurz vor Ladenschluss in der Menge schon ein wenig panisch anmuten.
Angesichts der Leistungen und der akut ausgerufenen Abstiegsgefahr stellt sich die Frage woran es denn liegt? Am Trainer, am Vorstand, an den Spielern? Wahrscheinlich an allem ein wenig. Frank Arnesen konnte seine Beziehungen zum FC Chelsea noch nicht nutzen, Thorsten Fink wird unterstellt nicht nach Hamburg zu passen und den Spielern fehlt die Einstellung, zum Teil vielleicht auch die Klasse als Mannschaft. Dem soll nun Abhilfe geleistet werden.





