Unfreiwillig ist für Mario Götze das Thema Borussia Dortmund früher beendet als erwartet. Götze wird nicht im Finale der Champions League gegen seinen neuen Club FC Bayern München auflaufen können - seine Oberschenkel-Verletzung lässt den Einsatz im Wembley-Stadion nicht zu.
Borussia Dortmund wird im Champions-League-Finale am kommenden Samstag (Live-Ticker ab 20.45 Uhr) ohne Mario Götze auskommen müssen. Der Mittelfeldspieler laboriert noch immer an einer Muskelverletzung und wird für das Duell mit dem FC Bayern München nicht rechtzeitig fit.
"Das Finale war mein großes Ziel, und ich habe in den vergangenen Wochen hart darum gekämpft. Es tut mir unglaublich leid, der Mannschaft in dieser wichtigen Partie nicht helfen zu können", erklärte Götze in einer Pressemitteilung von Borussia Dortmund. "Ich habe vollstes Vertrauen in unser Team und werde selbstverständlich mit nach London reisen, um die Jungs abseits des Rasens nach Kräften zu unterstützen", so der 20-Jährige weiter.
Götzes Ausfall dürfte für ein Stühlerücken im Wembley-Stadion sorgen - so könnte Ilkay Gündogan seine Position einnehmen und Nuri Sahin auf die Sechs rücken, wenn Mats Hummels nicht auch noch ausfällt. Für den Abwehrspieler gab der Mannschaftsarzt des BVB vor drei Tagen jedoch Entwarnung. Eine Variante mit Marco Reus auf der 10 und Kevin Großkreutz auf der linken Mittelfeldseite wäre ebenfalls denkbar.
Rückschlag für Götze im Mannschaftstraining
Die Muskelverletzung am rechten Oberschenkel hatte Götze sich beim Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid zugezogen. Am Dienstagvormittag hatte der Nationalspieler nicht wie geplant mit der Mannschaft, sondern auf einem Nebenplatz des Trainingszentrums in Dortmund-Brackel individuell hinter einer Sichtblende mit Fitness-Trainer Andreas Schlumberger trainiert. Am Nachmittag stand die erste Einheit mit der Mannschaft auf dem Programm, doch nach etwa einer Stunde griff sich Götze an den Oberschenkel und brach das Training ab.
Götze, der in der laufenden Champions-League-Saison in elf Spielen zwei Treffer und acht Torvorlagen lieferte, wechselt in der kommenden Spielzeit für eine festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zum Finalgegner aus München.
Thomas Jahn
