Marco Huck hat seinen WM-Titel im Cruisergewicht nach Version der WBO zum zehnten Mal verteidigt. Er gewann gegen seinen Herausforderer Firat Arslan über 12 Runden nach Punkten. Alle drei Punktrichter werteten den Kampf für den amtierenden Weltmeister (115-113, 115-113, 117-111). Die Zuschauer in Halle nahmen das Urteil mit gemischten Reaktionen auf, zahlreiche Pfiffe und "Firat"-Sprechchöre waren die Belohnung für einen tollen Kampf von Firat Arslan. Der 42-Jährige war über weite Strecken des Kampfes der aktivere Mann und zeigte eine couragierte Leistung. Arslan konnte mit seinen Schlägen Huck zwar nicht ernsthaft erschüttern, aber er dominierte das Duell. Es reichte jedoch nicht, um die Punktrichter entscheidend zu beeindrucken. Huck kam erst in den letzten Runden besser in den Kampf und rettete da seinen Titel. Firat Arslan machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl und sprach im ARD-Interview von einem Fehlurteil. Seine Enttäuschung ist nachzuvollziehen, das Urteil zugunsten von Marco Huck, der natürlich auch vom Bonus des Titelverteidigers profitierte, war aber auch kein richtig schlimmes Fehlurteil. Dennoch bleibt festzuhalten, das Marco Huck angesichts seiner heutigen Leistung überdenken sollte, ob ein angestrebtes Duell mit Wladimir Klitschko sinnvoll ist.
