Eine Überraschung gab es im Marathon Wettbewerb zu feiern. Stephen Kiprotich aus Uganda hat in London Gold beim olympischen Marathon geholt. Der 23 Jahre alte WM-Neunte feierte damit die zweite Goldmedaille für sein Land nach dem inzwischen verstorbenen John Akii-Bua über 400 Meter Hürden 1972 in München. Kiprotich hatte sich fünf Kilometer vor Schluss entscheidend abgesetzt und rannte bei sommerlicher Wärme nach 2:08:01 Stunden ins Ziel am Buckingham Palace. Silber ging am Sonntag mit 26 Sekunden Rückstand an den zweimaligen Weltmeister Abel Kirui aus Kenia, Bronze an seinen Landsmann Wilson Kipsang Kiprotich (+1:36), der im April den London-Marathon gewonnen hatte. Stephen Kiprotich ist damit Nachfolger von Sammy Wanjiru, der im Mai 2011 unter mysteriösen Umständen nach einem Sturz vom Balkon seines Hauses umkam. Die Kenianer galten als Favoriten, nachdem etwa 200 Läufer die Olympia-Norm geschafft hatten. Weltrekordler Patrick Makau hatte sich im knallharten nationalen Konkurrenzkampf nicht durchsetzen können. Ein deutscher hatte sich nicht qualifiziert. Die beste Platzierung von Stephen Kiprotich bisher war der dritte Platz beim Tokio-Marathon in diesem Jahr.
