Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2026
Termine 2026
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Von: Daniel Raecke
Datum: 20. Juni 2013, 12:00 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Heute finden keine weiteren Live-Ticker-Events statt.
kommende Live-Ticker:
11
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
21:00
12
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
04:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
13:30
17:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
13
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe D
03:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
12:30
16:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
14
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe C
00:00
Fußball: WM 2026 Gruppe D
06:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
15:00
Fußball: WM 2026 Gruppe E
19:00
Fußball: WM 2026 Gruppe F
22:00
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
Premier League, 38. Spieltag
  • Brighton
  • 0:3
  • Man United
  • Burnley
  • 1:1
  • Wolves
  • Cr. Palace
  • 1:2
  • Arsenal
  • Fulham
  • 2:0
  • Newcastle
  • Liverpool
  • 1:1
  • Brentford
  • Man City
  • 1:2
  • A. Villa
  • Nottingham
  • 1:1
  • Bournemth
  • Sunderland
  • 2:1
  • Chelsea
  • Tottenham
  • 1:0
  • Everton
  • West Ham
  • 3:0
  • Leeds
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

Manchester United und die erste Saison unter David Moyes

Manchester United
Das Stadion Old Trafford wird verschönert - der Kader auch?

Ein neuer Trainer bei Manchester United! Das reicht doch an Veränderung, oder? Finden viele Fans nicht. Sie wollen gerne einen offensiven Zauberer wie Fábregas, Modric oder Thiago Alcántara im Theatre of Dreams sehen. sportal.de gibt einen Überblick über die Planungen der Red Devils.

Man muss schon eine Midlife-Crisis hinter sich haben, wenn man sich an ein Spiel von Manchester United erinnert, in dem Sir Alex Ferguson nicht die sportliche Verantwortung hatte. Die spannendste Veränderung bei den Red Devils für die neue Saison betrifft so gesehen nicht das Spielermaterial, sondern die Frage, wie sich David Moyes an der je nach Standpunkt traumhaften oder unmöglichen Aufgabe versucht, Nachfolger eines der besten Trainer aller Zeiten zu werden.

Konkret geht es darum, wie viel Zeit die Verantwortlichen Moyes lassen, wenn es am Anfang seiner Amtszeit nicht so laufen sollte, wie erhofft. Ferguson selbst erhielt in seiner Anfangszeit in Old Trafford vier Jahre, bevor er seinen ersten Titel holte, sieben Jahre bis zur ersten Meisterschaft. Das waren aber auch andere Zeiten. Erstens war Liverpool damals das alles bestimmende Team, die Erwartungshaltung in Manchester war noch eine andere.

Zweitens waren englische Teams per UEFA-Sperre von der Teilnahme an europäischen Wettbewerben ausgeschlossen, die Europacups brachten aber ohnehin  noch lange noch nicht so viel Geld ein wie heute die Champions League. Insofern war es primär eine sportliche Abwägung, wie viel Geduld man mit Managern hatte. Für David Moyes und United 2013/14 stellt sich das Problem anders: Titel sind nicht unbedingt Pflicht, aber alles andere als ein Platz unter den ersten Drei ist schon aus finanziellen Gründen unabdingbar.

Geduld wie Ende der 1980er kann sich heute niemand mehr leisten

Verpasst ein Club wie United die Champions League, dann ist das eben viel mehr als ein sportlicher Misserfolg, es bedroht die wirtschaftlichen Grundlagen des ganzen Unternehmens, und daher wird es keine jahrelange Eingewöhnungsphase geben dürfen. Damit ist aber noch kein zwingender Automatismus benannt. Es gibt sehr große Unterschiede darin, wie die Entscheidungsträger in Englands Spitzenclubs den Umgang mit den jeweils sportlich Verantwortlichen pflegen. Dabei geht es gar nicht primär um die Frage, wie die Eigentümerstruktur ist.

Die viel gescholtenen "Scheichs" aus Abu Dhabi entließen in den bisher fünf Jahren, in denen ihnen Manchester City gehört, nur zwei Manager. Im gleichen Zeitraum hatte Chelsea sieben verschiedene Trainer. Auch, wenn grundsätzlich Geduld und Augenmaß wichtige Faktoren für die erfolgreiche Führung eines Proficlubs sind, kann man allerdings nicht pauschal sagen, dass Teams umso erfolgreicher seien, je länger sie an ihren Trainern festhalten. Der Vergleich zwischen Arsenal und Chelsea zeigt das deutlich.

Und was immer man von den Glazers und ihrem Engagement bei Manchester United halten mag, das sie damit finanzierten, das sie die beim Kauf des Clubs angefallenen Verbindlichkeiten in dessen Bilanzen verschoben haben (leveraged buyout) - man kann nicht eindeutig behaupten, das sie United sportlich geschadet hätten, wie viele Fans bei der Übernahme befürchtet hatten. Ferguson hatte die Glazers immer verteidigt und sagt auch jetzt, sie hätten immer Geld investiert, wenn es nötig gewesen sei - auch wenn United die ganz großen internationalen Transfersummen in den letzten Jahren nicht zahlte.

Wer weg geht und weg soll

Für den Englischen Meistertitel reichte es auch so wieder einmal. Ein Großteil des Kaders sollte für die Debüt-Saison von Moyes weiter zur Verfügung stehen. Nur Paul Scholes hat seine lange Karriere beendet, aber ein wichtiger Faktor in der Startelf war er nicht mehr. Den Club verlassen könnte auch Nani, der mit seiner Rolle im Team ebenso unzufrieden zu sein scheint wie der Club mit ihm, und der mit Juventus in Verbindung gebracht wurde. Konkretisiert hat sich in dieser Angelegenheit allerdings noch nichts.

Auch Wayne Rooney, der durch Robin van Persie nicht gerade aufgeblüht ist, wird immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Dass sein ehemaliger Mentor David Moyes nun nach Old Trafford kommt, ist nicht unbedingt ein Grund für Rooneys Verbleib. Denn Moyes hatte ihn einst verklagt, nachdem der Spieler in seiner Autobiographie Vorwürfe gegen den Manager erhoben hatte.

Einziger feststehender Neuzugang ist bisher der junge Rechtsverteidiger Guillermo Varela, der nach einer beeindruckenden südamerikanischen U20-Meisterschaft mit Uruguay von Penarol verpflichtet wurde. Er könnte perspektivisch eine Alternative zu Rafael werden. Auf der linken Abwehrseite gibt es mit Alexander Büttner zumindest einen Plan B, wenn Patrice Evra ausfallen sollte. In der Innenverteidigung rückt der Umbruch näher, müsste aber noch nicht zwingend in dieser Saison vollzogen werden. Rio Ferdinand ist nicht mehr der Jüngste, und Nemanja Vidic war zuletzt sehr verletzungsanfällig. Mit Phil Jones, Jonny Evans und Chris Smalling gibt es Alternativen, wenn auch keine überragenden.

Das Mittelfeld: Wer spielt neben Carrick?

Michael Carrick im zentralen Mittelfeld und Robin van Persie als Stürmer sind klar gesetzt. Danny Welbeck hat mit seiner mannschaftsdienlichen Spielweise einige Argumente auf seiner Seite, um als Van Persie-Support aufgeboten zu werden. Zudem gibt es mit Shinji Kagawa, Ashley Young, Antonio Valencia und Tom Cleverley eine gute Besetzung im Mittelfeld. Zu hoffen ist ferner, dass Darren Fletcher seine gesundheitlichen Probleme endlich überwinden kann - dann wäre der Schotte ein Stammplatzkandidat neben Carrick.

Was viele United-Fans am Spiel ihrer Mannschaft in den letzten Jahren störte, war die mangelnde Kreativität aus dem Mittelfeld heraus. Ein Defizit, das nominell Kagawa gut beheben könnte. Ferguson zögerte bisher jedoch, den japanischen Star zentral einzusetzen, sondern sah ihn besser auf der Außenbahn aufgehoben. Das beraubt Kagawa einiger seiner Stärken, andererseits ist Kagawa in einem 4-4-2 zentral eine zu riskante Option. Ideal ist er im 4-2-3-1 in der Mitte. Moyes wiederum ist traditionell ein Freund des 4-4-2, also eröffnet sich hier nicht unbedingt eine große Chance für Kagawa.

Wahrscheinlich aber ist durchaus auch noch ein namhafter Wechsel, um Moyes' Ära auch auf dem Rasen mit einem neuen Gesicht zu begleiten. Lange wurde Cesc Fábregas gehandelt, aber der hat in dieser Woche gerade betont, er wolle in Barcelona um seinen Platz kämpfen. Das wird jedoch nicht einfach. Marouane Fellaini, ein Schlüsselspieler von Moyes in Everton, hat eine Ausstiegsklausel in Höhe von 23 Millionen Pfund in seinem Vertrag. Der Belgier ist torgefährlich, zweikampfstark und kann grundsätzlich auf verschiedenen Mittelfeldpositionen eingesetzt werden.

Aber ein so brillanter Passspieler wie Fábregas (und Carrick) ist Fellaini nicht. Vom reinen Spielertypen her wäre Luka Modric eine attraktive Ergänzung des Kaders. Er, Kagawa und davor Van Persie, das wäre eine kreative Traumoffensive, nach der sich viele United-Fans sehnen. Sehr wahrscheinlich ist ein Modric-Transfer aber nicht. Erstens hat Real Madrid bisher nicht signalisiert, sich von ihm trennen zu wollen, und zweitens wäre es Moyes nicht ähnlich, einen so offensiven Passfußball zu inszenieren. Das spricht auch gegen das jüngste Gerücht: Der Name Thiago Alcântara wird gehandelt. Der Superstar der letzten beiden U21-EMs hat in Barcelona aktuell noch weniger Spielzeit als Fábregas.

Ein gewisser Konservatismus herrscht in Manchester vor, auf allen Ebenen des Clubs, von den Glazers über den Vorstand, in dem jetzt auch Sir Alex sitzt, bis hin zum Manager - denn Moyes ist ja nicht die radikalste Lösung gewesen. Das spricht gegen Wahnsinnstransfers wie Gareth Bale. Und dafür, dass United auch 2013/14 nicht den attraktivsten Fußball der Welt spielen wird. Erfolglos muss das nicht sein, und selbst mit dem jetzigen Kader ist es kaum vorstellbar, dass die Red Devils außerhalb der Champions League-Plätze einlaufen könnten. Außer Chelsea und City ist es kaum einem Club zuzutrauen, nach 38 Spielen vor United zu liegen.

Für die Champions League dürfte es nach jetzigem Stand aber nicht ganz reichen - für deren Gewinn, wohlgemerkt. Das muss objektiv nicht das Ziel sein, verdient man doch in der aktuellen Nische viel Geld und geht nicht all zu viel Risiko ein. So hat Bayern es lange Zeit auch gemacht, und Arsenal noch immer. Nicht das Dümmste. Und Moyes ist  eher der Mann für eine Fortsetzung dieses vorsichtigeren Kurses als seine Alternative - José Mourinho.