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Datum: 27. August 2012, 21:00 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
Diskussion: 10 Kommentare
 
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Transfergerüchte im Sommer - Segen oder Fluch?
Immer her damit, über solche Gerüchte kann man herrlich diskustieren.
Erst wenn der Spieler mit neuem Trikot in der Hand da steht, ist das eine Meldung wert.
Die Gerüchte gehören nun mal zum Geschäft, aber ich lese nur die Überschriften.

Luka Modric zu Real Madrid: Was wird aus Mesut Özil?

Luka Modric
Luka Modric bei seiner Präsentation in Madrid

Nach insgesamt 14 Monaten hat Luka Modric es geschafft, Tottenham Hotspur zu verlassen. Der kroatische Star wechselt für über 40 Millionen Euro aus London zu Real Madrid. Wir beleuchten den Wechsel und fragen uns auch, wie José Mourinho nun spielen will.

Modric bekommt einen Fünfjahresvertrag in Madrid, nachdem er 2011 bereits zu Chelsea wechseln wollte, damals von den Spurs aber keine Freigabe erhalten hatte. Modric zeigte aber nach Ablauf der Transferperiode in der abgelaufenen Saison starke Leistungen für den Londoner Traditionsclub, für den er insgesamt 160 Spiele bestritt.

Madrid und Tottenham wollen zudem in der Zukunft "kooperieren", wie beide Clubs mitteilten, was nach jetzigem Stand wohl nur heißen kann, dass die Spurs eine Art Farmteam für Real Madrid geben. Der angestrebte Wechsel Nuri Sahins im Gegenzug zu Modrics Transfer kam jedenfalls nicht zustande, der Türke ist jetzt in Liverpool.

Beide Teams hatten einen durchwachsenen Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Ligaspielen. Für Madrid war es gar der schlechteste Auftakt seit elf Jahren, aber Emilio Butragueno, Real-Verantwortlicher "für internationale Beziehungen", bestritt laut Marca, dass der Zeitpunkt des lange erwarteten Modric-Deals dem gestiegenen Druck nach der 1:2-Niederlage in Getafe geschuldet war.

Luka Modric: Verdrängt er Mesut Özil?

Modric ist der erste Neuzugang überhaupt für den Spanischen Meister in diesem Sommer. Schon im Rückspiel des spanischen Supercopa am Mittwoch in Barcelona könnte er sein Debüt im Estadio Santiago Bernabéu geben. Interessant ist natürlich, welche Rolle ihm zugedacht wird, und was das für Mesut Özil heißt.

Der Deutsche war zuletzt scharf kritisiert worden und hatte in den ersten Saisonspielen keine Akzente setzen können. Modrics ideale Position ist im Gegensatz zu der Özils etwas tiefer im Mittelfeld, so dass sich etwa an ein 4-3-3-System denken lassen könnte - dann wohl ohne Özil. Ein zentrales Mittelfeld mit Xabi Alonso, Modric und Sami Khedira böte für Mourinhos schnellen Umschaltfußball exzellente Möglichkeiten, und Özil wäre dann das logische Opfer - so wie in Fällen in den letzten Jahren, in denen der Trainer die Defensive stärken wollte und Pepe als dritten zentralen Mann gebracht hatte.

Özil aber zeigte sich zunächst verständlicherweise nicht öffentlich beunruhigt und wurde von der Welt mit der Aussage zitiert: "Bei Real Madrid hat man doch immer Konkurrenz, ob die nun Kaká oder Luka Modric heißt", um noch zu präzisieren: "Real ist ein Club, der nie nur aus elf Spielern besteht, sondern aus 20 oder mehr Weltklasseleuten. In einer Mannschaft mit diesem Anspruch und diesen hohen Zielen muss man sich immer beweisen".

Und was macht Tottenham Hotspur?

Tottenham Hotspur, dessen neuer Trainer André Villas-Boas nach den Spielen in Newcastle (1:2) und gegen West Bromwich Albion (1:1) weiter auf einen Pflichtspielsieg wartet, will das Geld, das nach Angaben des Telegraph bei insgesamt knapp über 40 Millionen Euro, nach Auskunft von Soccernet nur bei 37 Millionen liegen soll, nun in den schon lange auf der Wunschliste stehenden Lyoner Keeper Hugo Lloris investieren.

OL scheint einem solchen Transfer nicht abgeneigt zu sein, wie Zitate von Präsident Jean-Michel Aulas in L'Équipe nahelegen. Die Entscheidung liege beim Spieler selbst, so der Mogul. Die dringend benötigte Ersatzlösung fürs Mittelfeld soll von Shakhtar Donetsks Willian verkörpert werden, der von seinem Trainer Mircea Lucescu nicht fürs Ligaspiel am Wochenende gegen Karpaty Lviv nominiert wurde und der die Londoner wohl mehr als 13 Millionen Euro kosten dürfte.

Außerdem gilt AVB als Bewunderer von Joao Moutinho, den er selbst in Porto trainierte. Alternativ könnte auch Leandro Damiao von Internacional ein Kandidat sein, der für Brasilien bei den Olympischen Spielen in London aktiv war.

Modric wurde derweil als erster Spieler seit Karim Benzema vor drei Jahren auf dem Rasen des Bernabéu-Stadions vorgestellt - vor kaum 100 Zuschauern.

zu "Luka Modric zu Real Madrid: Was wird aus Mesut Özil?"
10 Kommentare
Letzter Kommentar:
Kofferer schrieb am 03.09.2012 12:26
Man muss halt auch zugeben dass Özil in letzter Zeit etwas geschwächelt hat. Auch wenn man in Deutschland immer nur das gute über ihn hört so ist er in Spanien nicht unumstritten. Zu oft kommt es vor dass er fast ein komplettes Spiel abtaucht und man quasi garnichts von ihm sieht. Der Unterschied zwischen einem Weltklasse-Spieler und einem sehr guten Spieler ist, dass der Weltklasse Spieler nur sehr selten wenn überhaupt so abtaucht und selbst wenn er schwach spielt noch sehr präsent ist.

Ich verfolge nicht jedes Real spiel in der Liga, aber die CL-Spiele und da war von Özil nicht viel zu sehen. Bis ins Halbfinale hatte Real ja losglück da war egal wer wie spielt, aber gegen Bayern hat man nichts gesehen von Özil außer dem Tor das aber auch keine herausforderung war. Seine EM war auch eher schwach, man hat jedes Spiel mit dem Durchbruch gerechnet aber er kam einfach nicht.

Sowas entgeht natürlich Mourinho auch nicht und wie schnell er jemanden absägt wenn er nicht zufrieden ist hat man ja an Kaka gesehen.

Ich will nicht sagen dass Modric Özil komplett ersetzt, Özil wird sicher seine Einsatzzeiten bekommen, aber wenn er da nichts zeigt könnte es eben in ein paar Monaten zur Ablösung kommen.
Auf dem Flügel sehe ich Özil übrigens garnicht dafür ist er zu torungefährlich.
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