Borussia Mönchengladbachs 8-Millionen-Einkauf Granit Xhaka schafft es beim Bundesligisten nicht mehr in die Stammformation. Sein Trainer Lucien Favre äußerte sich nun in der Bild zu Xhakas Schwächen. Unterdessen verteidigt Innenverteidiger Martin Stranzl den Schweizer und die weiteren neuen Spieler. "Er kommt aus der Schweiz, braucht seine Zeit. Granit ist noch sehr jung", erklärt der Coach Xhakas Situation. Aber er glaubt an den 20-Jährigen Nationalspieler: "Granit macht im Training einen guten Job, will immer an sich arbeiten. Er weiß, dass er noch Fortschritte machen muss, zum Beispiel bei der Ballannahme. Wichtig ist, dass er sich verbessern will." Nachdem er in den ersten sechs Saisonspielen noch als Stammspieler auflaufen durfte, gingen Xhakas Einsatzzeiten danach rapide bergab. Gegen den SC Freiburg vor knapp zwei Wochen saß er die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Daraufhin bezog er in der Bild Stellung: "Ich muss diese Rolle akzeptieren. Für mich schien bisher immer die Sonne - diese schwierige Phase wird mich mental stärker machen."
Stranzl: Xhaka & Co. gehört die Zukunft
In eine ähnliche Richtung wie Favres Aussagen gehen auch die von Innenverteidiger Martin Stranzl im Interview mit bundesliga.de: "Wenn du aus einer anderen Liga in die Bundesliga kommst, dauert die Umstellung eine gewisse Zeit. Es ist vor allem bei jungen Spielern normal, dass die Abläufe nicht sofort sitzen und die Philosophie des Trainers nicht direkt verinnerlicht werden kann." Aber der Österreicher ist sich sicher, dass Xhaka und die anderen Neuen noch wichtig werden: "Diesen Spielern gehört dennoch die Zukunft. Bis dahin wechselt man eben etwas durch oder versucht, auf Altbewährtes zurückzugreifen." Die Neuen, so Stranzl weiter, bräuchten für eine optimale Entwicklung ihre Ruhe. Aktuell seien "die Punkte das Wichtigste, und umso mehr Punkte wir haben, desto mehr Ruhe haben auch die Neuen."Sascha Schuler
