Kommt es schon bald zu einem Reifenwechsel in der Formel 1?
Nach dem Reifenchaos beim Großen Preis von Spanien hat Pirelli eingeräumt, die Slicks für die kommenden Rennen optimieren zu müssen. Beim Lotus-Rennstall von Kimi Räikkönen stößt das auf wenig Gegenliebe. "Ich denke, es ist in gewisser Weise unfair. Aber damit müssen wir umgehen, wie wir es bisher immer getan haben", sagte Teamchef Eric Boullier: "Alle haben die gleichen Reifen." Weil die Abnutzung der Pirelli-Reifen in Barcelona wieder extreme Ausmaße angenommen hatte und die Statistiker insgesamt 81 Boxenstopps notierten, hat Reifenlieferant Pirelli Fehler eingestanden. Bis zum Großen Preis von Großbritannien sollen die Slicks überarbeitet werden.
Auto auf die Reifen eingestellt
Lotus freut sich darüber verständlicherweise nicht. Während viele Teams mit den Reifenmischungen zu kämpfen haben, scheint der WM-Zweite Räikkönen perfekt auf die Pirellis eingestellt zu sein. "Die Leute müssen die richtigen Fragen stellen", kritisierte Boullier die Pirelli-Kritiker: "Es geht nicht um die Reifen, sondern wir haben unser Auto so eingestellt, dass es auf die Reifen Rücksicht nimmt." In Barcelona kam der Iceman hinter Vizeweltmeister Fernando Alonso auf dem zweiten Platz ins Ziel und profitierte dabei von einer Drei-Stopp-Strategie. Weltmeister Sebastian Vettel musste dagegen wie Alonso und 70 Prozent des Feldes vier Mal an die Box.Marco Nehmer
