Eine Investorengruppe namens "Infinity Racing" hat 35 Prozent der Anteile am Lotus-Rennstall übernommen. Das Management bleibt in den Händen des Duos Lopez/Lux, das Konsortium hat jedoch große Pläne: In einem Jahr will man an der Spitze stehen.
Von der Spitze ist Lotus in den letzten Monaten nicht weit entfernt gewesen: Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen wurde in der letzten Saison Dritter in der Gesamtwertung, in diesem Jahr liegt er ebenfalls auf Platz drei.
Aber neues Kapital ist trotzdem immer gern gesehen: Wie der Rennstall am Dienstag bekanntgegeben hatte, wurden 35 Prozent des Teams an "Infinity Racing" abgegeben - ein Konsortium aus Unternehmern aus dem Nahen Osten, einer königlichen Familie, und einem Hedgefond-Manager aus den USA an der Spitze.
Vorsprung durch Technik - und durch Sponsoren
Investment-Banker Mansoor Ijaz kündigte auch umgehend große Schritte im Marsch an die Spitze der Formel 1 an: "Ich sage es frei heraus: In zwölf Monaten sind wir die Nummer eins", versprach er im Gespräch mit Sports Pro Media. "Mit Kimi haben wir den, meiner Meinung nach, Besten im Motorsport. Außerdem haben wir ein tolles Team. Es geht also nur darum, sicherzustellen, dass wir uns einen entscheidenden Vorteil erarbeiten."
Dabei hätte man auch andere Teams im Auge gehabt. "Wir haben uns seit zwei Jahren mit der Formel 1 beschäftigt", so Ijaz. "Bevor wir uns für Lotus entschieden haben, hatten wir uns drei andere Teams angesehen."
Infinity will vor allem hinter den Kulissen arbeiten und "Titelsponsoren zum Team führen", um die Sponsoreneinnahmen sprudeln zu lassen. "Ich werde im Grunde genommen mein globales Netzwerk dafür nutzen, um das Formel-1-Team zu unterstützen, und werde es einfach zum besten Team in der Formel 1 machen."
Darüber hinaus will man die neuen Motoren im kommenden Jahr nutzen, um auch technologisch an die Spitze zu kommen. "Wir haben auf jeden Fall enorme technologische Kapazitäten, um Lotus zur Nummer eins an der Sponsorenfront zu machen."
Autor: Stefan Petri
