Beim FC Liverpool sollte in dieser Saison alles anders werden. Ein neuer Trainer, ein neues System, neue Spieler wie Nuri Sahin sowie Joe Allen und doch steht der Club nur auf Platz 14. sportal.de analysiert die Reds und glaubt: es ist vieles besser, als es scheint.
Noch läuft bei Liverpool nicht alles rund. In der Europa League trifft der Club von Brendan Rodgers auf Udinese Calcio. Wir nehmen das Spiel zum Anlass, uns den Neuanfang bei den Reds einmal genauer anzusehen.
Liverpool im neuen Gewand
Liverpool war in der Vergangenheit unter Rafael Benitez mit einem 4-5-1-System relativ erfolgreich. Der neue Trainer Brendan Rodgers setzt dagegen auf ein 4-3-3-System. Mit diesem taktischen Konstrukt hatte Rodgers in der vergangenen Spielzeit mit Swansea großen Erfolg, nun will er es auch bei den Reds durchsetzen.
Das neue System trägt allerdings auf Anhieb noch keine Früchte. Liverpool startete mit fünf Punkten aus sechs Spielen. Ein Sieg (gegen Norwich), zwei Remis und drei Niederlagen (gegen Man Utd, Arsenal und WBA) stehen zu Buche. Im League Cup schlug man jedoch Westbromwich, in der Europa League gewann man mit 5:3 bei den Young Boys Bern. Wir skizzieren die größten taktischen und personellen Veränderungen des FC Liverpool.
Die Schlüsselspieler von Brendan Rodgers
Brendan Rodgers legt großen Wert auf Ballbesitz, Überzahl im Mittelfeld und einem gezielten Pressing. Dabei gibt es einige Schlüsselspieler. Wir haben Steven Gerrard, Joe Allen und Luis Suárez als Schlüsselspieler herausgepickt.
War Steven Gerrard zu Zeiten von Fernando Torres noch offensiver Mittelfeldspieler und mit vielen Freiheiten ausgestattet, ist er nun ein von drei zentralen Mittelfeldspielern. Natürlich soll er auch weiterhin durch seine Dynamik vertikale Attacken in der Offensive starten. Er steht unter Rodgers aber tiefer und soll verstärkt seine Physis und Zweikampfstärke im Mittelfeld einbringen. Eine Rolle, die eher seinem Spiel in der Nationalelf gleicht.
Neben Steven Gerrard ist Joe Allen ein Schlüsselspieler von Rodgers. Der Nordire brachte den Waliser Allen für 19 Millionen Euro aus Swansea mit. Allen ist ein spielerisch starker defensiver Mittelfeldspieler. Er ist technisch gut ausgebildet und legt eine hohe Passgenauigkeit an den Tag. Oft lässt er sich zwischen die Innenverteidiger fallen und ist somit erste Anspielstation im Spielaufbau. Zusammen mit Joe Allen spielt Jonjo Shelvey oder Nuri Sahin im Mittelfeld der Reds. Bei Ballbesitz des Gegners lassen sich zudem die Flügelstürmer oft fallen, sodass ein Übergewicht im Mittelfeld entstehen soll.
Ein weiterer Schlüssel im Spiel von Brendan Rodgers ist Luis Suárez. Man mag über seine Persönlichkeit denken was man will, taktisch und fußballerisch ist er ein wichtiger Spieler. Er spielte dabei oft eine falsche Neun und unterstützt den am höchsten stehenden Mittelfeldspieler (Shelvey oder Sahin). Wenn er sich fallen lässt, können die Flügelstürmer nach innen ziehen. Noch wichtiger ist seine immens gute Arbeit gegen den Ball. Er ist der erste Mann im Pressing und verrichtet enorm gute Defensivarbeit. Zudem ist er ein Knipser, vielleicht der einzige im Kader.





