Nach seiner Titelverteidigung sprach Lionel Messi mit der SUN über seinen Titel und die Probleme mit der argentinischen Nationalmannschaft. "Der Gewinn einer WM fehlt noch. Die Wahrheit ist, ich würde einen Ballon d´Or gegen den Titel eintauschen - das dachte ich schon immer. Nichts ist vergleichbar mit dem Gefühl Weltmeister zu sein". Er führt weiter aus: "Ich möchte mit Barcelona und meinem Heimatland Erfolge erreichen. Ich habe schon immer gesagt, dass dies mein Traum ist.
Messi wird oft mit seinem Landsmann Diego Maradona, der Argentinien zum letzten WM-Titel 1986 führte, verglichen. Die Ansprüche an "La Pulga" sind hoch, oft wurde er für seine vergleichsweise schwachen Auftritte im Nationaltrikot kritisiert. Solche Vorwürfe belasten ihn aber nicht, da das Team von Trainer Alejandro Sabella die Tabelle in der Südamerika-Gruppe anführt, so Messi. Jedoch kritisiert der Torjäger: "Es macht einen Unterschied Menschen zu sehen, die gut über das Nationalteam sprechen oder von überall Kritik zu hören, bevor du überhaupt zurückgekehrt bist. Das tut weh."
Chemie zwischen Fans und Nationalteam stimmt wieder
Der Star des FC Barcelona spricht positiv über die Entwicklung der Nationalmannschaft: "Letztes Jahr wurde ich spektakulär in Argentinien empfangen. Die Fans stehen inzwischen hinter dem Team. Eine lange Zeit war diese Chemie verloren gegangen und ich bin glücklich, dass wir das Jahr so erfolgreich bestreiten konnten." Dieses neue Zusammengehörigkeitsgefühl sei auch der Grund dafür, dass Argentinien wieder stärker geworden ist. "Wir arbeiten hart daran, den Leuten aus Argentinien Freude zu machen. Nun kann man eine Einheit erkennen", so der 25-Jährige.Lars Thielecke
