Während sich die Verehrer der beiden Ausnahmespieler Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gerne mal beschimpfen und ihr jeweiliges Idol weit über den anderen Spieler stellen, sieht der Argentinier die Rivalität gelassen. "Ich habe keinen Ärger mit Cristiano", so Messi.
"Es sind doch immer die Medien und die Presse, die solche Sachen hochpushen, weil sie ein Duell zwischen uns sehen wollen", führte er gegenüber der Marca nach dem Länderspiel in Frankfurt seine Gedanken zum vermeintlichen ewigen Duell zwischen ihm und Ronaldo aus. "Ich habe Cristiano doch nie bekämpft."
Die begehrte Auszeichnung für den besten Spieler des Jahres, den Ballon D'Or, die er die letzten drei Male gewinnen konnte, gönnt er Ronaldo dennoch weniger als seinen Barca-Mitspielern Andres Iniesta und Xavi. "Sie spielen nun schon lange richtig gut, haben Welt- und Europameister-Titel gewonnen", zitierte marca.es Messi weiter.
Dr. Messi und Mister Lionel
Ob seine zwei unterschiedlichen Leistungen beim 3:1 der Argentinier gegen die DFB-Elf seinem eigenen sportlichen Werben für die Trophäe geholfen hat, ist fraglich: In der ersten Halbzeit wirkte er unmotiviert - wie vor allem sein mau geschossener Elfmeter nach Notbremse von Ron-Robert Zieler zeigte. "Mich ärgert der Elfmeter, weil ich den sehr schlecht geschossen habe. Ich habe in keinem Augenblick den Kopf gehoben", so Messis Selbstkritik gegenüber der dpa.
In der zweiten Hälfte zeigt er dann allerdings, warum er bei Vielen als bester Spieler der Welt gilt. So bewies er in der 52. Minute beim zweiten argentinischen Tor, was die Faszination Messi ausmacht: Nachdem Gonzalo Higuain ihm den Ball an den Strafraum auf den Fuß spielte, nutzte er eben diesen, genauer: den linken, um Marc-André ter Stegen dann doch noch zu überwinden.
Auch wenn es die meisten der anwesenden Fans geärgert haben durfte, Szenen wie diese dürften der Grund sein, warum viele von ihnen sich in die Commerzbank-Arena aufgemacht hatten.
Messis unglaubliche Bilanz unter Sabella
Seine Bilanz bei den Albiceleste in den letzten zehn Spielen ist dank des Treffers herausragend: Zehn Mal traf er in dieser Zeitspanne, die deckungsgleich mit der Amtszeit seines Coaches Alejandro Sabella ist. "Messi hat in der zweiten Hälfte eine großartige Partie abgeliefert", lobte dieser seinen Schützling laut fifa.com.
Das "Geheim-Rezept" für den Umgang mit dem aufgrund seiner Nationalmannschaftsauftritte lange umstrittenen Messi hatte er bereits einen Tag zuvor bereits zu Protokoll gegeben: Man müsse Messi einfach "in Ruhe lassen".



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