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Ligue 1, 4. Spieltag: Edinson Cavani stiehlt den Superstars bei Paris-Sieg die Show - Lyon siegt deutlich

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
30. August 2015, 23:35 Uhr
Edinson Cavani
Edinson Cavani erzielte gegen den AS Monaco einen Doppelpack

Paris Saint-Germain hat am 4. Spieltag der Ligue 1 die Tabellenführung ausgebaut. Bei den Debüts der Superstars Zlatan Ibrahimovic und Angel Di Maria siegte PSG dank eines Doppelpacks von Edinson Cavani. Lyon überzeugt, Marseille blamiert sich bei EA Guingamp. 

AS Monaco - Paris Saint-Germain 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Cavani (57.), 0:2 Cavani (73.), 0:3 Lavezzi (83.)

Nach drei zlatanlosen Spieltagen war es ausgerechnet zum Gigantentreffen soweit: Ibrahimovic feierte gegen Monaco sein Saisondebüt nach auskurierten Knieproblemen, während Königstransfer Angel Di Maria, erstmals im Kader stehend, zunächst auf der Pariser Bank Platz nahm.

Mit der Tabellenführung im Visier und Ballbesitzwerten durchgehend jenseits der 70 Prozent lief PSG Sturm auf das Tor der Monegassen, scheiterte aber mehrfach an der eigenen Ineffizienz. So musste gegen eine teils vogelwilde ASM-Defensive ein schöner wie kräftiger Kopfstoß von Edinson Cavani (57.) herhalten, um nach einer knappen Stunde die überfällige Führung zu besorgen. Fast noch größeren Jubel gab's aus dem Gästeblock in Minute 66, als Di Maria zu seinem Debüt kam - und nur Sekunden später fast seinen ersten Scororpunkt einheimste. Eine perfekte Flanke des Argentiniers von rechts fand den blanken Cavani, der dieses Mal aber mit seinem Flugkopfball scheiterte.

Kurz später durften beide dann aber doch jubeln. Nach einem feinen Gassenpass von Ibrahimovic schob zunächst Cavani frei vor Danijel Subasic zum 2:0 ein (73.), ehe Di Maria den eingewechselten Torschützen zum 3:0, Ezequiel Lavezzi, mit einem sensationellen Pass bediente und sich den ersten Assist im PSG-Trikot sicherte (83.).

Nach dem hochverdienten Sieg und der makellosen Ausbeute von zwölf Punkten aus den ersten vier Spielen thront PSG an der Tabellenspitze vor Reims und Rennes (jeweils neun Punkte), während Monaco auf Platz 13 nur drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat.

SM Caen - Olympique Lyon 0:4 (0:2)

Tore: 0:1 Fekir (18.), 0:2 Fekir (44.), 0:3 Fekir (57.), 0:4 Beauvue (87.)

Rote Karte: Da Silva (74./Caen)

Kein Alexandre Lacazette" Kein Problem! So in etwa könnte man Lyons Auswärtsspiel beim SM Caen überschreiben. Ohne den angeschlagenen Topstürmer trat Nabil Fekir ins Rampenlicht - und wie. Der 22-Jährige lieferte eine Show und überdeckte mit seiner Gala nach wie vor vorhandene spielerische Lücken bei OL. Schon vor der Pause hatte er für klare Verhältnisse gesorgt: Fekir ließ seinen Gegenspieler im Eins-gegen-Eins einfach stehen und knallte die Kugel ins Eck (18.).

Wenig später folgte die Vorentscheidung per Traumtor, Fekir zog von rechts in die Mitte, ließ auf engstem Raum erneut einen Gegenspieler stehen und schloss eiskalt ins lange Eck ab (43.). Doch die Gala des Youngsters war damit noch nicht beendet: Mit seinem dritten Abschluss machte Fekir den Dreierpack perfekt, als er die Ablage von Mathieu Valbuena aus 14 Metern mit links ins Netz knallte (57.). Die Partie war damit entschieden, vor allem durch die Kaltschnäutzigkeit der Gäste. Caen nämlich, das in Person von Jonathan Delaplace die Riesenchance auf den zwischenzeitlichen Ausgleich verpasst hatte (26.), schien bis zum 0:3 zu jedem Zeitpunkt in der Partie.

Die Hausherren investierten viel, arbeiteten sich immer wieder nach vorne und hatten Pech, als Jordan Ferri den Kopfball von Damien Da Silva von der Linie kratzte (49.). Nach Fekirs drittem Streich aber war der Widerstand sichtlich gebrochen, Caen kam kaum noch in die Zweikämpfe. Für das Negativ-Highlight sorgte dann noch Da Silva, nach einer brutalen Grätsche gegen Claudio Beauvue musste er mit glatt Rot runter (74.). Beauvue war im Gegenzug der Schlusspunkt vorbehalten, vom rechten Abwehreck setzte er die Kugel ins linke Eck (87.).

EA Guingamp - Olympique Marseille 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Privat (72.), 2:0 Benezet (89.)

Bes. Vorkommnisse: Mandanda hält Foulelfmeter von Privat (3.)

69 Minuten brauchte Sloan Privat, um sich vom Flop zum Star des Spiels gegen Marseille aufzuschwingen. Die Gäste, vielleicht etwas übermotiviert nach dem ersten Saison gegen Troyes (6:0), legten schon in der zweiten Minute des Spiels Jimmy Briand im Strafraum. Lass Diarra sah die gelbe Karte, Privat vergab allerdings mit einem schwachen Schuss im Elfmeterduell mit Torhüter Steve Mandanda.

69 Zeigerumdrehungen machte es der 26-Jährige dann allerdings besser. Wieder wuselte sich Briand durch die Abwehr Marseilles, diesmal assistierte er direkt, ohne gefoult zu werden und Privat drückte den Ball über die Linie. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt keineswegs ungerechtfertigt, Guingamp war über die gesamte Spielzeit gesehen die aktivere Mannschaft gegen ein erschreckend schwaches Olympique. 

Erst als die eigentlich hoch gehandelten Gäste nach dem Rückstand die Brechstange auspacken mussten, ging es gefährlich nach vorne. Die Gastgeber, bis zu diesem Spiel noch ohne eigenen Treffer und mit fünf Gegentore aus drei Spielen, verteidigten allerdings mit allen Mitteln. Der Treffer von Michy Batshuayi (89.) ließ kurz ein Raunen durchs Stadion gehen, der junge Stürmer stand allerdings deutlich im Abseits. Den Deckel machte schließlich Nicolas Benezet (89.) gegen ein offen stehendes Marseille drauf.

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