Die Erwartungen waren riesig, die Vorfreude groß. Sieben NHL-Stars wie Christian Ehrhoff oder Dennis Seidenberg fanden in den vergangenen Wochen den Weg in die DEL. Aber sind auch alle Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gegangen? sportal.de zieht ein erstes Fazit.
"Bekommt das geregelt", appellierte niemand Geringeres als US-Präsident Barrack Obama jüngst im amerikanischen TV an Club-Eigentümer und Spieler der NHL für ein baldiges Ende im Lockout zu sorgen. Doch die Fronten in den Verhandlungen sind weiter verhärtet, die Vorrunde mittlerweile bis Ende November abgesagt. Während die Fans in der NHL unter der Situation leiden, können sich die deutschen Eishockey-Anhänger weiterhin an den Zugängen aus der stärksten Liga der Welt erfreuen.
Mit dem US-Amerikaner Blake Wheeler kündigte der EHC München am Sonntag den nächsten Neuzugang aus Übersee an, der in der NHL zu den Top-Angreifern zählt. Ein Großteil seiner Kollegen sorgte bisher für viel Freude unter den Fans. Denn die meisten der sieben NHL-Profis geben sich bei ihrem Gastspiel in Deutschland richtig Mühe und überzeugen durch teilweise herausragende Leistungen. Allein am vergangenen Wochenende waren die Gäste aus Übersee an 13 Toren beteiligt.
Dennis Seidenberg: Die große Enttäuschung
Dennis Seidenberg gehörte zu den Stützen beim Stanley-Cup-Sieg der Boston Bruins vor ein Jahr, verzeichnete in den letzten beiden Spielzeiten 69 Scorerpunkte und bekommt so viel Eiszeit wie kaum ein anderer Spieler in der NHL (24 Minuten pro Partie). Dennoch findet sich der 31-Jährige bei seiner Rückkehr zu den Adlern bisher kaum zurecht.
Im Umfeld des MERC erntet Seidenberg ob seiner blassen Leistungen viel Kritik. Den hohen Erwartungen wird der Verteidiger bisher kaum gerecht. Zwar steht er hinten oft solide, tritt aber insbesondere offensiv bisher so gut wie nicht in Erscheinung. Damit die Adler-Fans mit Seidenberg glücklich werden, muss er noch gewaltig zulegen.
Jamie Benn: Zunehmend mehr Verantwortung
Der 23-Jährige von den Dallas Stars gilt als einer der Stars der Zukunft in der NHL - seine Verpflichtung durch die Hamburg Freezers war ein dementsprechend großer Coup. Der 1,88 m große Torjäger schlug sofort ein, obwohl er sich nach wie vor noch nicht vollends an das Spiel in der DEL gewöhnt hat.





