Die deutschen Leichtathleten haben trotz schlechter Witterungsbedingungen beim Meeting im saarländischen Rehlingen überwiegend gute Resultate erzielt. Stabhochspringer Björn Otto (Köln) präsentierte sich knapp drei Monate vor Beginn der Leichtathletik-WM in Moskau (10. bis 18 August) in bestechender Form. Der Olympia-Zweite gewann den Wettkampf am Montag mit einer Höhe von 5,70 m souverän vor Tobias Scherbarth (5,50 m/Leverkusen). Es war der zweite Sieg binnen drei Tagen, bereits am Samstag hatte Otto das Springen in Athen gewonnen. Hochspringerin Ariane Friedrich (Frankfurt) erlebte in Rehlingen hingegen eine herbe Enttäuschung. Die 29-Jährige scheiterte bei ihrem Comeback nach neunmonatiger Wettkampfpause dreimal an der Höhe von 1,83 m und wurde beim Sieg der Französin Melanie Melfort (1,86 m) mit 1,80 m geteilte Vierte. Besser machten es die Speerwerferinnen Christina Obergföll (Offenburg) und Linda Stahl (Leverkusen). Beide ließen sich vom schlechten Wetter nicht beirren und warfen den Speer über die geforderte WM-Weite. Die Olympia-Zweite Obergföll siegte mit 64,53 m, dahinter wurde die Olympia-Dritte Stahl mit einem Wurf auf 62,44 m Zweite. Im Weitsprung stellte Lokalmatador Christian Reif einen Stadionrekord auf. Der Europameister von 2010 schaffte bei Dauerregen nach zuvor vier ungültigen Sprüngen im letzten Versuch noch 7,78 m und verwies den Nigerianer Samson Idiata (7,65 m) auf Platz zwei.
