Nach dem Ausgleichstreffer von Arturo Vidal in der Nachspielzeit träumte Juventus kurzzeitig auf die Verlängerung. Doch Lazios Sergio Floccari machte mit dem 2:1-Siegtreffer die Hoffnungen der Alten Dame zunichte und schoss sein Team ins Pokal-Endspiel.
Alvaro Gonzáles (53.) hatte die Gastgeber im Olympiastadion in Führung gebracht, ehe Vidal (90.+1) und Floccari (90.+2) für eine turbulente Schlussphase sorgten. Für Aufregung beim mäßigen Comeback des nach 70 Minuten ausgewechselten Miroslav Klose nach überstandener Oberschenkelverletzung hatte aber nicht nur das Herzschlagfinale gesorgt, sondern auch drei nicht gegebene Elfmeter und die Verletzung von Lazios Hernanes.
Angesichts des von Lazios Stefano Mauri beim 1:1 im Hinspiel erzielten Auswärtstor war Juventus Turin im Rückspiel in Rom gefordert und gab zunächst auch den Ton an, der bereits nach acht Minuten etwas rauer wurde. Mirko Vucinic hatte einen verunglückten Lazio-Rückpass erlaufen, war dann im Zweikampf mit Keeper Federico Marchetti zu Fall gekommen. Zum Ärger der mitgereisten Juve-Anhänger im Stadio Olimpico verweigerte Schiedsrichter Luca Banti aber den erhofften Elfmeter.
Die Bianconeri spielten weiter nach vorne, Sebastian Giovincos Freistoß verfehlte allerdings das Tor, kurz darauf vereitelte Marchetti ein Zuspiel von Vucinic auf Giovinco. Nachdem Hernanes nach gutem Einsatz von Stefan Radu auf der Gegenseite die erste Gelegenheit vergeben hatte, kam Miroslav Klose nach einem Zweikampf mit Mauricio Isla im Strafraum zu Fall, wartete aber ebenso vergeblich wie Vucinic zuvor auf einen Elfmeterpfiff. Juve erhöhte in der Folge den Druck, scheiterte aber mit den beiden dicksten Chance in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an Marchetti, der erst einen strammen Schuss von Vucinic parierte, dann einen Schuss von Giovinco nach schöner Einzelleistung locker in seinen Armen begrub.
Turbulente Schlussphase
Die mangelhafte Chancenauswertung rächte sich kurz nach Wiederanpfiff, als Alvaro Gonzalez (53.) eine Flanke von Cristian Ledesman per Kopf zum 1:0 ins Juve-Tor beförderte. Der Jubel über die Führung wich aber nur wenige Minuten später einem entsetztem Aufschrei, als Hernanes nach einem Luftzweikampf mit Luca Marrone mit dem Gesicht nach unten auf die Erde knallte und ausgewechselt werden musste.
Dann zog Schiedsrichter Banti erneut den Ärger von Juventus Turin auf sich. Giovinco war nach einem Trikotzupfer von Michael Ciani im Strafraum zu Fall gekommen, der Elfmeterpfiff aber erneut ausgeblieben. Juventus setzte in der Schlussphase noch einmal alles auf eine Karte, brachte den wiedergenesenen Andrea Pirlo und Fabio Quagliarella in die Partie, veränderte die taktische Ausrichtung vom ursprünglichen 3-5-2 zu einem 3-4-3 und kam in der ersten Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch zum 1:1-Ausgleich.
Der von Radu völlig unbeaufsichtigte Arturo Vidal hatte nach Flanke von Giovinco seinen Freiraum eiskalt genutzt. Floccari traf dann postwendend zum 2:1, das aber kurzzeitig noch einmal in Gefahr geriet, als Claudio Marchisio frei im Lazio-Strafraum auftauchte, aber an einer starken Parade von Marchetti scheiterte und somit das Pokalaus seiner Mannschaft nicht verhindern konnte.



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