Der FC Chelsea will mit dem Teamgeist von Barcelona auch den FC Bayern bezwingen. Nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sei das möglich. "Mit dem Spirit, den wir in Barcelona gezeigt haben", sagte Fußball-Profi Frank Lampard, der die Londoner als Kapitän in das Finale der Champions League in München führen wird. Nach einem 1:0-Heimsieg hatte Chelsea fast eine Stunde in Unterzahl wegen einer Roten Karte gegen Kapitän John Terry im Camp Nou gegen den Titelverteidiger FC Barcelona gespielt und ein 2:2 erkämpft. "Wir haben das Gefühl genossen, die Besten zu schlagen, aber wir sind clever genug, um zu wissen, dass die Leute das Halbfinale und andere Spiele vergessen, wenn wir das Finale nicht gewinnen", betonte Lampard. Für den FC Chelsea wäre der Gewinn der Champions League der größte Erfolg in der 107-jährigen Vereinsgeschichte. In der weltweit mit großer Spannung erwarteten Partie gegen den deutschen Rekordmeister müssen die Engländer allerdings auf vier Leistungsträger verzichten: Neben Abwehrchef Terry fehlt in Branislav Ivanovic auch der zweite Innenverteidiger. Raul Meireles und Ramires sind ebenfalls gesperrt. Umso mehr wird es auf Ideengeber und Mittelfeldmotor Lampard in dessen 522. Spiel im Chelsea-Dress ankommen. Der 33-Jährige hatte bei der bisher einzigen Finalteilnahme der Blues 2008 das Tor der Londoner aus dem Spiel heraus erzielt und mit seinem 1:1-Ausgleich die Verlängerung erzwungen. Im Elfmeterschießen unterlagen Lampard & Co dann aber dem Premier-League-Rivalen Manchester United. (dpa)
