Was den Dallas Mavericks auf dem Transfermarkt in diesem NBA-Sommer nicht gelingt, das schaffen die Lakers: Mit der Verpflichtung Dwight Howards hat LA ein Superstarensemble zusammen, das sich vor Miami sicher nicht verstecken muss.
Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Dwight Howard in einem komplizierten Trade von Orlando Magic haben sich die Los Angeles Lakers über Nacht den Status als Topfavorit auf den nächsten NBA-Titel gesichert. 16 Jahre nach dem Transfer von Shaquille O'Neal geht ein weiterer Superstar-Center der Liga aus Zentralflorida an die Westküste, und die Lakers-Verantwortlichen werden hoffen, dass Howard eine ähnliche Erfolgsära einleiten kann wie Shaq.
Howards Verpflichtung kommt nur wenige Wochen nach dem Wechsel Steve Nashs zu den Lakers. Viele Experten hatten es nicht für möglich gehalten, dass unter den Vorzeichen des im vergangenen Herbst zwischen Clubs und Spielern getroffenen Collective Bargaining Agreement ein solch hochkarätiger Wechsel von den Lakers zu stemmen wäre, weil die Gehaltsobergrenze mutmaßlich einen Verzicht auf andere Stars wie Pau Gasol erzwungen hätte.
Doch indem vier Teams in die Transaktion involviert wurden, musste LA letztlich nur auf Andrew Bynum verzichten, der zu den Philadelphia 76ers transferiert wird. Diese verlieren wiederum Andre Iguodala an die Denver Nuggets. Orlando wiederum erhält am Ende der Kette wohl drei Spieler und drei gute Draft Picks.
Lakers - auf Jahre hinaus unschlagbar?
Damit hat die NBA ein neues Überteam, das Miami Heat mindestens Konkurrenz machen dürfte, wenn nicht die drei Stars von der Ostküste überflügeln könnte. Das ist umso erstaunlicher, als die Liga noch im letzten Sommer mit allen Mitteln versucht hatte, den Wechsel von Chris Paul aus New Orleans zu den Lakers zu verhindern, um ein Ungleichgewicht in der Konkurrenz zu verhindern.
Das ging damals, weil die Hornets unter Verwaltung der Liga standen. Diesmal konnte Commissioner David Stern nichts gegen den Deal unternehmen. Paul spielt seither beim Lokalrivalen der Lakers, den Clippers, und man darf sich auf die Derbies zwischen den Teams freuen, in die auch Superstar Blake Griffin involviert sein wird. Aber steht dann überhaupt noch ein Nicht-Superstar auf dem Court?
