Unternehmer Klaus-Michael Kühne will dem klammen Hamburger SV weiter kräftig unter die Arme greifen, wenn der Bundesligist die Verpflichtung seines Lieblingsspielers Rafael van der Vaart doch noch in die Tat umsetzt. "Mit van der Vaart hätte der HSV nach einigen bitteren Jahren endlich die Perspektive, zu einem Spitzenclub heranzureifen und an den Wettbewerben im europäischen Fußball teilzunehmen", wird Kühne in einer am Freitag von der Kühne Holding AG veröffentlichten Pressemitteilung zitiert. Allerdings hat HSV-Sportchef Frank Arnesen die Verpflichtung des Nationalspielers als zu teuer bezeichnet. Zudem will der Niederländer seinen bis 2014 laufenden Vertrag bei Tottenham Hotspur erfüllen. Dessen ungeachtet kündigte Milliardär Kühne an, seinen Anteil aus dem Erlös für Paolo Guerrero (ca. 1,7 Millionen Euro) in den Kauf von van der Vaart investieren zu wollen. Zudem schlägt er der HSV-Führung vor, "private Geldgeber zu finden" und "durch Umschuldung der Finanzierung der HSV-Arena" eine zusätzliche Liquidität zu schaffen. "Vorausgesetzt, dass der HSV diese und andere Initiativen ergreift", schrieb Kühne, "bin ich bereit, über mein bisheriges Engagement bei mehreren HSV-Spielern hinaus eine maßgebliche Summe beizusteuern." 2010 hatte er sich für 12,5 Millionen Euro ein Drittel der Transferrechte an sechs HSV-Profis, darunter Guerrero, gesichert.
