Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Valon Behrami sind drei Schweizer Auswahlspieler mit kosovarischen Wurzeln. Die Republik Kosovo erlangte vor vier Jahren ihre Unabhängigkeit, welche auch Deutschland anerkannte. Nun soll auch der Fußball-Verband diese Anerkennung durch die FIFA erhalten. Verbandspräsident Fadil Fokrri befindet sich zu Aufnahmegesprächen in Zürich. Verbands-Vertreter des Kosovo haben diesbezüglich im "Blick"-Interview die Sorgen der Schweizer Anhänger beruhigt. Abwerbeversuche der prominenten Spieler mit kosovarischen Wurzeln würden nicht unternommen. Im Gespräch mit der Schweizer Tageszeitung "Blick" gewährt Vokrri Einblick in die Planungen des Verbandes: "Es ist vieles in der Schwebe. Aber mein persönliches Ziel ist es, dass wir zur Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich antreten können." Die Liste der im Ausland kickenden Kosovo-Albaner liest sich für eine Nation von der Größe Hamburgs prominent: Lorik Cana, Valon Behrami, Albert Bunjaku, Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka. Im Interview mit dem "Blick" aber nimmt Vokrri Spekulationen, man könne sich um Exil-Kosovarer bemühen, den Wind aus den Segeln: "Wir werden sie nie abwerben. Wir werden ihnen kein Aufgebot für ein Länderspiel schicken und sie so ködern. Die Fifa muss erst noch entscheiden, ob die Spieler überhaupt wechseln dürfen. Wir werden uns nicht offensiv um sie bemühen. Die Entscheidung treffen sie natürlich selbst."
Xherdan Shaqiri: Würde ins Grübeln kommen
Xherdan Shaqiri äußerte sich bereits zuvor über die Gerüchte. "Klar macht man sich Gedanken. Ich komme ursprünglich aus dem Kosovo. Wenn der Kosovo eine Nationalmannschaft bekommt, werde ich diese neue Situation beurteilen", so Shaqiri auf blick.ch. "Ich müsste es mir eventuell überlegen. Aber ich denke, dass es frühestens in drei bis fünf Jahren der Fall sein könnte. Wer weiß, was bis dahin alles passiert? Vielleicht setzt die Schweizer Nati dann ja nicht mehr auf mich. Das wäre eine neue Situation", meinte Granit Xhaka.
