Fünf deutsche Spieler stehen in der dritten Runde von Wimbledon. Kohlschreiber wollte es unbedingt vor dem EM-Halbfinale schaffen, Görges und Kerber hatten Anlaufschwierigkeiten. Mayer und Lisicki gewannen ihre Matches bereits gestern.
Ein deutsches Quintett um Philipp Kohlschreiber kämpft in Wimbledon um den Achtelfinaleinzug. Fußball-Fan Kohlschreiber kam mit einem lockeren 6:1, 7:6 (7:2), 6:1-Sieg gegen den Tunesier Malek Jaziri im Schnelldurchgang vor dem EM-Halbfinale der deutschen Nationalelf weiter.
"Das wäre natürlich unglücklich gewesen, wenn man noch auf dem Platz gestanden und Fußball verpasst hätte", sagte die Nummer 30 der Tenniswelt. Er wollte mit Kumpel Florian Mayer, Tobias Kamke und den Coaches im Hotel die Partie gegen Italien verfolgen. "Nach einem Sieg macht das natürlich mehr Spaß."
Kein Duell gegen Nadal
Um die 30 Grad Celsius herrschten tagsüber im All England Lawn Tennis and Croquet Club. Der englische Stadionsprecher hatte einen "Tag für Sonnencreme" ausgerufen. Und Kohlschreiber liebt Hitze, das ist bekannt.
In Runde eins hatte der München-Champion mit seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Tommy Haas seine starke Fitness unter Beweis gestellt. Wegen der überraschenden Niederlage von Rafael Nadal gegen Lukas Rosol könnte es für Kohlschreiber nun richtig weit gehen, denn Kohli spielt nun gegen gegen Rosol.
Görges und Kerber ebenfalls in Runde drei
Die Weltranglisten-Achte Kerber und Fed-Cup-Kollegin Julia Görges nahmen ihre Zweitrundenhürden nach Anlaufschwierigkeiten am Ende souverän. Kerber gegen die Russin Ekaterina Makarova mit 7:5, 6:3, Görges mit 7:6 (7:3), 6:2 gegen die Weißrussin Anastasia Jakimowa. Am Vortag waren schon Mayer und Vorjahreshalbfinalistin Sabine Lisicki erfolgreich.
Die an Nummer 22 gesetzte Julia Görges steht nun vor einer reizvollen Aufgabe: Es geht gegen die wiedererstarkte Ex-Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic aus Serbien. Lisicki - auf dem Weg aus dem Formtief zurück zu alter Stärke - spielt ebenfalls gegen eine US-Newcomerin: die 20-jährige Sloane Stephens. "Bine kann sich noch sehr steigern", meinte Rittner.
Ausgeschieden sind dagegen die DTB-Profis Benjamin Becker und Björn Phau. Becker verlor seine Hängepartie vom Vortag gegen den Tschechen Radek Stepanek mit 2:6, 6:7 (4:7), 3:6. Phau, überhaupt erstmals seit sechs Jahren wieder in der zweiten Runde bei einem Grand-Slam-Turnier, unterlag dem dreimaligen Wimbledon-Finalisten Andy Roddick 3:6, 6:7 (1:7), 3:6.




