Das Gastspiel von Jakob Kölliker beim DEB ist beendet. Der Schweizer wird weder Bundestrainer bleiben, noch Sportdirektor beim Deutschen Eishockey-Bund werden. Das bestätigte Kölliker selbst.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht nach der Trennung von Bundestrainer Jakob Kölliker vorerst führungslos da. Kölliker bestätigte offiziell sein Aus beim DEB. "Fakt ist, dass mein Vertrag nicht erneuert wird. Ich werde nicht mehr für den DEB tätig sein", sagte der 58-Jährige.
Wer die deutsche Nationalmannschaft künftig betreuen soll, ist noch unklar. Der Verband gab keine Stellungnahme zur Trennung von Kölliker ab, obwohl diese bereits am Wochenende durchgesickert war.
Nach einem Bericht der Fachmagazins Eishockey News sollen die beiden DEL-Manager Peter-John Lee (Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (Wolfsburg) zusammen mit DEB-Generalsekretär Franz Reindl und Torwarttrainer Klaus Merk vorerst die Geschicke der Nationalmannschaft leiten und vor allem einen Sportdirektor suchen.
Dieser soll dann für die Turniere jeweils einen Trainer benennen. "Man will wohl keinen hauptamtlichen Trainer mehr, sondern nur noch einen für die Turniere. Auch auf der Sportdirektor-Position haben wir nicht zusammen gefunden", verriet Kölliker.
Der 58-Jährige hatte das Nationalteam erst vor einem Jahr von Uwe Krupp übernommen, der als Trainer zu den Kölner Haien in die DEL gewechselt war. Ursprünglich sollte Kölliker nach der WM im Mai das Amt des Sportdirektors übernehmen.
Angesichts der verkorksten Titelkämpfe - Deutschland verpasste in Finnland und Schweden das Viertelfinale und damit auch die direkte Qualifikation für Olympia - hatte der Schweizer allerdings keinen Rückhalt mehr.
