Kevin Pezzoni hat schwere Vorwürfe gegen den 1. FC Köln erhoben. Der Verein habe ihn zur Vertragsauflösung gedrängt und sich nicht schützend vor ihn gestellt. Der Club hatte behauptet, die Trennung sei einvernehmlich verlaufen. Der Skandal geht weiter.
Kevin Pezzoni hat den 1. FC Köln in einem Interview mit der Welt am Sonntag beschuldigt, ihn zur Vertragsauflösung gedrängt zu haben und dem Verein vorgeworfen, dass dieser sich nicht schützend vor ihn gestellt hat. Köln hatte behauptet, die Trennung sei einvernehmlich eingegangen worden.
Pezzoni wollte Vertrag nicht auflösen
Nachdem Kevin Pezzoni von Fans des 1. FC Köln vor seiner Haustür bedroht wurde, setzte er sich mit den Verantwortlichen des FC zusammen. Der Vertrag des Mittelfeldspielers wurde im "bestem gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst, so hatte der Club verlauten lassen. In einem Interview stellt Pezzoni die Situation allerdings vollkommen anders dar.
"Ich wollte nie meinen Vertrag auflösen. Der Vorschlag wurde vom Verein an mich herangetragen", so Pezzoni laut welt.de. Der kicker hatte am Donnerstag erstmals davon berichtet, dass die Vereinsversion nicht stimmen könnte. "Ich hatte gehofft, dass die Verantwortlichen sich hinter mich stellen und versuchen, mich zu schützen. Eigentlich sollte ein Verein dazu in der Lage sein, seine Spieler vor den Fans zu schützen. Das war in diesem Fall nicht so."
Köln hat nur auf eine Gelegenheit gewartet
Kölns Trainer Holger Stanislawski hatte am Anfang September gesagt: "Es sind Dinge vorgefallen, die Kevin das Fußballspielen in diesem Club nicht mehr ermöglichen." Pezzoni selbst sieht die Situation anders, es sei ihm vorgekommen, so Pezzoni, als ob nur "auf eine günstige Gelegenheit gewartet wurde, um mich loszuwerden". Der 23-Jährige habe der Vertragsauflösung zugestimmt, weil ein Verein der sich in einer solchen Situation nicht für ihn einsetzte, sondern ihn nur loswerden wollte.
"Was hätte ich zu erwarten gehabt? Meine Situation wäre ja nicht besser geworden. Wer weiß, ob nach dem nächsten schlechten Spiel die Typen plötzlich in meiner Wohnung gestanden hätten statt nur davor."
