Die US Open in der kommenden Woche sind für Angelique Kerber und Andrea Petkovic das große Ziel, die Vorbereitung könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein. Die eine, Petkovic, benötigt dringend Spielpraxis und die andere, Kerber, braucht zwingend eine Auszeit.
Nach ihrer Finalniederlage gegen Li Na in Cincinnati war Angelique Kerber flugs nach Dallas gereist, um dort bei der Texas Open an den Start zu gehen. Dort war sie an Position eins gesetzt, zudem hat sie gute Erinnerungen an das Turnier. Im letzten Jahr erreichte sie als Qualifikantin das Halbfinale, es war der Wendepunkt in ihrer Karriere.
Doch nun hörte sie auf die Signale ihres Körpers und sagte den Start bei der Texas Open kurzfristig ab. "Leider musste ich Dallas absagen. Mein Körper ist nicht bei 100 Prozent und braucht ein bisschen Ruhe", twitterte die Nummer sechs der Weltrangliste. Sie hatte nach den Olympischen Spielen ohne Pause die Turniere in Montreal und Cincinnati gespielte und wäre bei einem Start in Dallas ohne weiteren Ruhetag in New York an den Start gegangen. Kerber wird nun noch ein paar Tage in Dallas bleiben und sich dort auf die US Open vorbereiten.
Ganz anders stellt sich die Situation bei Andrea Petkovic dar. Vier Monate lag sie wegen eines Bänderrisses auf Eis, in New Haven feierte sie nun das lang ersehnte Comeback. Möglichst viele Runden gewinnen, um Spielpraxis im Hinblick auf die US Open zu sammeln, muss das Motto von Petkovic lauten. Den Anfang hat sie in der ersten Runde erfolgreich gemacht.
Petkovic setzte sich nach hartem Kampf mit 6:3, 5:7 und 7:5 gegen Timea Babos aus Ungarn durch. Die Freude darüber war ihr schon auf dem Platz anzumerken. "Ich war sehr emotional nach dem Match. Als ich nach meiner Rückenverletzung das erste Spiel in Stuttgart gewonnen hatte war das auch schon sehr schön. Aber dieses Mal hatte ich noch mehr durchgemacht. Deshalb ist ein kleiner Petko Dance aus mir herausgebrochen. Das hat wirklich Spaß gemacht. In der Vergangenheit fühlte ich mich manchmal fast schon verpflichtet, den Petko Dance zu machen, aber dieses Mal kam er wieder von innen heraus", freute sich Petkovic bei wtatennis.com.
Petkovic nun gegen Cibulkova
Nervös sei sie vor dem Spiel gegen Babos gewesen und dann habe die Gegnerin auch noch so stark gespielt, aber am Ende war sie einfach glücklich und zufrieden, wie man ihrem Twitter-Feed unschwer entnehmen konnte: "Hahaha, wenn ich bisher an diese Saison denken, dann kann ich froh sein, dass ich mir heute nicht den Hals gebrochen habe. Aber dieses Mädchen hat wirklich großartig gespielt. Wow!", erklärte Petkovic dort.
In der nächsten Runde trifft sie nun auf Dominika Cibulkova aus der Slowakei und Andrea Petkovic bleibt zu wünschen, dass sie noch so viele Trainingseinheiten wie möglich unter Wettkampfbedingungen mitnehmen kann, während ihre Freundin Angelique Kerber zur Vorbereitung auf die US Open ein wenig die Füße hochlegt.



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