Die Aktion "12:12" beendet ihren Stimmungsboykott in den deutschen Fußball-Stadien. Andreas Rettig, neuer Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), setzt mit einem Gesprächsangebot an die Fans einen vorläufigen Schlusspunkt hinter den Protest der Kurven. "Nach der Winterpause gibt es von uns keinen Aufruf zu einem Stimmungsboykott. Wir werden uns auf Einladung von Herrn Rettig in den nächsten Tagen zusammensetzen und uns zunächst beschnuppern. Es ist unser Ziel, auf Dauer nicht nur gegen etwas zu sein, sondern zu gestalten und aktiv mitzuwirken", sagte 12:12-Sprecher Jan-Henrik Gruszecki dem SID am Mittwoch. Die Aktionen an den letzten drei Spieltagen der Hinrunde wertet "12:12" als "Riesenerfolg". Man habe das neue Sicherheitskonzept der DFL "nicht in Gänze verhindert, aber wenn man sich anschaut, was vom ersten Entwurf noch übrig war, haben wir viel verhindert". Nun könne der "immer eingeforderte Dialog endlich ernsthaft beginnen".
