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Wie man auf dem schweren Kurs im Le Golf National spielen muss, bewies Marcel Siem am Schlusstag. Der schwere Platz, auf dem 2018 der Ryder Cup ausgetragen wird, verzeiht kaum Fehler. Man muss die Fariways und Grüns treffen und vor allem die Birdiechancen nutzen, wenn sie sich bieten. Das hatte Siem vor allem am Vortag verpasst und wurde mit einer 73 abgestraft. Nicht so auf den letzten 18 Löchern, auf denen der 31-Jährige sein Spiel hervorragend zusammenhielt.
Siem behält die Nerven
Mit Birdies auf der 3, 6 und 9 hatte er sich in Position gebracht, nachdem Molinari mit einer fantastischen 64 frühzeitig im Clubhaus war und mit insgesamt -7 die zu schlagende Bestmarke aufgestellt hatte. Als Siem auf die letzten Löcher kam und sich das Feld immer dichter zusammenschob, behielt er die Nerven.
Ein gelochter langer Par-Putt auf der 13 war ebenso wichtig, wie das Birdie auf der 14, nach einem guten Bunkerschlag. Mit einem weiteren Birdie auf der 15 erarbeitete sich Siem zwei Schläge Vorsprung, wohl wissend, dass auf der 17 und 18 noch zwei brutal schwere Spielbahnen warteten.
Kurze Zitterpartie an der 18
Der Abschlag landete prompt im Bunker und nun hatte Siem tatsächlich noch einmal richtig Stress. Ein Schlag über das Wasser auf das Grün war aus dieser Lage nicht denkbar und so legte er zunächst auf das Fairway ab. Nun kam alles auf den dritten Schlag an.
Bloß nicht ins Wasser lautete die Devise und der Druck war Siem anzusehen. Mehrfach prüfte er den Wind und setzte neu zum Schlag an. Mit Erfolg, er setzte den Ball sicher aufs Grün. Erleichtert genoss er den Applaus der Fans und ballte die Faust.
Noch war die Arbeit zwar nicht ganz erledigt, aber als Flight-Partner Henrik Stenson seine letzte Siegchance mit einem katastrophalen Chip ins Wasser und einem folgenden Triple-Bogey verspielt hatte, machte Siem den Sack zu. Der Par-Putt ging knapp vorbei, da aber auch das einzige Bogey des Tages nichts an seinem Sieg änderte, strahlte er danach über das ganze Gesicht.





