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Datum: 05. November 2012, 22:07 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Kaiserslautern nach Sieg gegen Aue auf Platz zwei

Fabian Müller, Leon Jessen, FC Kaiserslautern, Erzgebirge Aue
Kaiserslauterns Leon Jessen behält die Oberhand gegen Fabian Mülller

Der 1. FC Kaiserslautern steht nach einem 4:1-Sieg über Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga erstmals in dieser Saison auf einem direkten Aufstiegsplatz. Die Gäste aus Sachsen hatten allerdings nur einen Schuldigen an der Niederlage ausgemacht: Schiedsrichter Robert Hartmann.

Durch das 4:1 zog der FCK in der Tabelle an Energie Cottbus und Hertha BSC vorbei auf Rang zwei. Vor 23.372 Zuschauern trafen Hendrick Zuck (7.), zweimal Alexander Baumjohann (36./79.) und Mohamadou Idrissou (81.) für den weiter ungeschlagenen Aufstiegsfavoriten. Jan Hochscheidt (23.) köpfte das 1:1 für den deutlich unter Wert geschlagenen Außenseiter, der auch noch Jakub Sylvestr mit einer Roten Karte verlor (80.).

Der FCK legte einen Blitzstart hin, hatte dabei aber auch Glück. Nur wenige Sekunden nachdem die Auer nach einem vermeintlichen Foul an Sylvestr einen Elfmeter gefordert hatten, schloss Zuck auf der Gegenseite den schnellen Konter zum 1:0 ab. Es war bereits das dritte Saisontor für die 22 Jahre alte Lauterer Entdeckung. Sylvestr war unmittelbar zuvor allerdings im Strafraum von Dominique Heintz leicht gehalten worden.

Da der Auer auch etwas mit dem Arm gearbeitet hatte, konnte man mit viel gutem Willen die Entscheidung des Unparteiischen nachvollziehen, der das Spiel weiterlaufen ließ, nachdem Sylvestr zu Boden gegangen war. Aber ein Foulelfmeter wäre ebenfalls vertretbar gewesen - und hätte dem Reglement nach dann auch eine Rote Karte wegen Notbremse nach sich gezogen.

So aber jubelte Kaiserslautern - wenn auch nur für 16 Minuten. Dann köpfte Jan Hochscheidt nach einer Flanke von rechts durch Fabian Müller mit perfekter Technik den Ausgleich, obwohl sein Gegenspieler in dieser Szene, Florian Dick, mindestens fünf Zentimeter größer ist.

Aue gleichwertig - aber mit vier Gegentoren

Der große Favorit war gegen gleichwertige Gäste zeitweise im eigenen Stadion zum Kontern gezwungen, hatte damit aber noch ein zweites Mal Erfolg: Nach einem schönen Pass von Zuck blieb Baumjohann zunächst an der Auer Abwehr hängen, traf dann aber im Nachsetzen per Fallrückzieher. Da waren 36 Minuten gespielt.

Den Pfälzern fehlten insgesamt acht verletzte Spieler, darunter wichtige Leistungsträger wie Albert Bunjaku oder Ariel Borysiuk. So stellten die forschen Auer die Gastgeber auch in der zweiten Hälfte lange Zeit vor Probleme.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Baumjohann schoss nach einem schnell ausgeführten Freistoß das 3:1. Auch hier hatten die Auer eine andere Sichtweise der Ereignisse als Schiri Hartmann, der den protestierenden Auer Trainer Karsten Baumann auf die Tribüne schickte. Sylvestr wollte er in gleicher Sache gerade Gelb zeigen, als der Stürmer den Scheibenwischer machte - Hartmann sattelte schnell und unbürokratisch auf Rot um.

Nur eine Minute später traf auch noch Idrissou nach einem Konter zum 4:1, das das wahre Leistungsverhältnis nun endgültig nicht mehr widerspiegelte. Dem FCK war es egal, sie reisen am Samstag als Tabellenzweiter nach Paderborn. Aue bleibt in Abstiegsgefahr und empfängt schon am Freitag den Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Jakub Sylvestr wird dann leider nicht dabei sein, und spätestens dann wird es wohl auch Fabian Müller gemerkt haben, der im TV-Interview nach dem Spiel erst darüber aufgeklärt werden musste, dass seine Mannschaft am Ende in Unterzahl gespielt hatte.