Antonio Conte, Trainer von Juventus Turin, hat seine Strategie im Prozess gegen vermeintliche Wettabsprachen geändert. Zunächst wollte Conte einen Vergleich anstreben, in der Berufungsverhandlung plädiert Conte mit seinen Anwälten auf Freispruch. "Ich war nie an Ergebnisabsprachen beteiligt und habe nie auch nur davon gewusst", sagte Conte in einem Interview der Gazzetta dello Sport. Der Vergleich sei in jedem Fall ein Fehler gewesen, weil es einem Schuldeingeständnis gleichkäme. "Man akzeptiert keinen Vergleich, wenn man unschuldig ist", meinte Conte dazu. Das Urteil des Berufungsgerichts wird an diesem Mittwoch erwartet. In erster Instanz war Conte zu einer Sperre von zehn Monaten verurteilt worden. Den von Contes Verteidigern mit FIGC-Chef-Chefankläger Stefano Palazzi zuvor ausgehandelten Vergleich hatte die FIGC-Disziplinarkommission als nicht angemessen abgelehnt. Conte werden nicht angezeigte Ergebnismanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem Ex-Club AC Siena vorgeworfen. Die Anklage stützt sich dabei auf zwei geständige Spieler.
