Zum Auftakt der Serie A hat Juventus Turin den Mythos der Unbesiegbarkeit erhalten und sich gegen den AC Parma durchgesetzt. Der AC Mailand verpatzte hingegen den Auftakt gegen Sampdoria Genua und wurde von Ex-Stürmer Cassano beleidigt.
Mit Spannung wurde der Saisonauftakt in Italien erwartet. Die Blicke der Fußballwelt richteten sich dabei auf Juventus Turin, nicht nur weil dem amtierenden Meister der Coach fehlte, sondern auch aufgrund der Tatsache das Juve in der vorangegangenen Saison kein einziges Spiel verloren hatte.
Juventus bleibt weiter ungeschlagen
Mit 2:0 konnte sich die alte Dame gegen den FC Parma zum Auftakt durchsetzen und ist nunmehr seit 40 Ligaspielen in Folge ungeschlagen, was die Corriere dello Sport dazu verleitete zu titeln "Grande Juve wie eh und je".
Im ersten Ligaspiel ohne den gesperrten Cheftrainer Antonio Conte, über den dennoch heftig diskutiert wurde, fiel zunächst der Ex-Leverkusener Arturo Vidal auf - im negativen Sinn. In einer höchst peinlichen Aktion entriss Vidal Mirko Vucinic den Ball, als dieser zum Punkt lief um einen Elfmeter zu schießen. Nach der Eroberung der Kugel, legte Vidal sich das Leder zurecht, lief an und verschoss. Nicht nur die Fans, sondern auch Interimscoach Massimo Carrera war fassungslos ob der Farce.
Doch Juventus ließ sich nicht beiiren und kam durch Stephan Lichtsteiner, der bereits letzte Saison das erste Tor für Juventus erzielt hatte, zur verdienten Führung (54.). Nur vier Minuten stellte Mittelfeldregisseur Andrea Pirlo den 2:0-Endstand her, da Parmas Torwart Antonio MIrante den Freistoß erst kurz hinter der Linie abwehren konnte. Der Torrichter, der erstmals in der Serie A eingesetzt wurde, entschied korrekterweise auf Treffer.
AC Mailand kassiert Heimniederlage
Während der Meister seine Serie ausbaute, schaute der wegen nicht angezeigter Ergebnismanipulation für zehn Monate gesperrte Conte aus einer Kabine über der VIP-Tribüne zu. Da eine Spezialglasscheibe den Blick nach innen verwehrte, wird nun heftig diskutiert, ob Conte Anweisungen an die Bank gegeben hatte oder gar per Video in der Halbzeitpause eine Ansprache hielt. Die wilden Spekulationen bestritt jedoch Interimscoach Carrera, der anmerkte: "Ich treffe während des Spiels die Entscheidungen und habe in der Pause zu den Spielern gesprochen."
Cassano beleidigt AC Mailand
Dem guten Beispiel von Juve konnte Vize-Meister AC Mailand nicht folgen. Die Rossoneri verloren ihr Heimspiel gegen Smapdoria Genua mit 0:1. Den Fehlstart für Mailand machte Genuas Verteidiger Andrea Costa in der 59. Minute perfekt. In der Nachspielzeit hatte der zuvor stark spielende Kevin-Prince Boateng den Ausgleich auf dem Fuß liegen, scheiterte aber am Pfosten.
Nicht nur die Niederlage, sondern auch ein Ex-Spieler dürfte den Mailändern bitter aufgestoßen haben. Der zum Stadtrivalen Inter abgewanderte Antonio Cassano lästerte über seinen ehemaligen Arbeitgeber und dessen Trainer: "Bei Milan gibt es nur viel Rauch um Nichts." Die Lästerei gipfelte in Anschludigungen an AC-Coach Massimiliano Allegri und Vize-Präsident Adriano Galliani, der "viel versprochen, aber nichts gehalten hat".
Die Aussage ließ Allegri nicht offen im Raum stehen, sondern stempelte sie als "respektlos" ab und erinnerte daran, dass der AC Mailand Cassano eine neue Chance gab, als jener bei Sampdoria Genua rausgeworfen wurde, nachdem er den Club-Präsidenten beleidigt hatte. Er erwähnte auch an die Unterstützung während der Herzoperation Cassanos seitens des Vereins.
