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Datum: 10. August 2012, 11:08 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Juventus-Coach Antonio Conte für Monate gesperrt

Alessio und Conte können noch auf die Berufung hoffen
Alessio und Conte können noch auf die Berufung hoffen

Zehn Monate für den Cheftrainer und acht für den Assistenten. Serie A-Meister Juventus Turin war zwar nicht angeklagt, wird von den Konsequenzen für Conte und Alessio aus dem italienischen Wettskandal dennoch hart getroffen. Zwei Spieler wurden dafür freigesprochen.

Das Urteil hat es in sich. Die Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat die Strafen für den im Wettskandal wegen nicht angezeigter Ergebnismanipulation angeklagten Juventus-Coach Antonio Conte und seinen Co-Trainer Angelo Alessio bekannt gegeben. Während der Assistent acht Monate gesperrt wird, muss Conte sogar noch zwei Monate länger pausieren. Damit fehlen beide Trainer dem italienischen Meister in der kommenden Saison.

Vergleich wurde überraschend abgelehnt

Doch wie kam es dazu? In der Saison 2010/11 hat Antonio Conte bei seinem damaligen Verein AC Siena angeblich zwei mutmaßliche Spielmanipulationen nicht angezeigt. Das warf ihm FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi im Prozess vor und verlangte 15 Monate Sperre für den Meister-Trainer. Das selbe Vergehen wird auch Alessio vorgeworfen. Vor dem Prozess hatte Palazzi Conte noch einen Vergleich angeboten, durch den er drei Monate gesperrt werden würde, die Disziplinarkommission lehnte allerdings ab - überraschend.

Nun bleibt Conte und Alessio noch das Berufungsverfahren als letzte Möglichkeit, die Strafe doch noch zu mindern. Jeodch würde dieses Verfahren erst am 20. August starten, also nach dem Supercup-Finale von Juventus gegen den italienischen Pokalsieger SSC Neapel, welches in Peking stattfinden wird. Juventus ist nicht in den Fall verwickelt, leidet aber natürlich trotzdem darunter. Neben den beiden Trainern waren auch die Spieler Leonardo Bonucci und Simone Pepe angeklagt.

Spieler freigesprochen

Die angeblichen Ergebnisabsprachen der beiden Spieler konnten nicht nachgewiesen werden und der Kronzeuge Andrea Masiello (Atalanta Bergamo) wurde vom Gericht scheinbar für unglaubwürdig gehalten. Masiello hatte zuvor Bonucci, der ehemals bei Bari spielte, und Pepe, ehemals bei Udinese tätig, vorgeworfen, bei einem Duell ihrer Clubs an einer Ergebnisabsprache beteiligt gewesen zu sein. Für die Spieler wurde von der Anklage eine Sperre von dreieihalb beziehungsweise einem Jahr gefordert. Bonucci und Pepe wurden nun freigesprochen.