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Datum: 17. Juni 2013, 02:49 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Justin Rose gewinnt US Open - Phil Mickelson ewiger Zweiter

justin rose, golf
Justin Rose konnte sein erstes Major gewinnen

Justin Rose hat erstmals in seiner Karriere ein Major-Turnier gewonnen. Der Engländer setzte sich bei der 113. US Open mit zwei Schlägen Vorsprung auf Phil Mickelson und Jason Day durch. Mickelson landete zum sechsten Mal nur auf Rang zwei.

Tiger Woods, Martin Kaymer und Marcel Siem hatten nichts mit dem Kampf um die vorderen Plätze zu tun.

Mit insgesamt 281 Schlägen und damit eins über Par hat sich Justin Rose beim mit acht Millionen Dollar dotierten Turnier im Merion Golf Club die US-Open-Krone aufgesetzt. Der 32-jährige Engländer, der vor der vierten und letzten Runde noch zwei Schläge hinter Phil Mickelson auf dem geteilten fünften Platz gelegen hatte, spielte zum Schluss mit fünf Birdies und fünf Bogeys eine 70 und damit Par.

"Mir ist nicht entgangen, dass heute Vatertag ist. Bevor ich zu emotional werde, wünsche ich allen einen schönen Vatertag. Wir stammen alle von großartigen Männern ab", sagte der Champion anschließend mit feuchten Augen: "Nach meinem letzten Putt habe ich in den Himmel geschaut und sofort gedacht, dass mein alter Herr Ken etwas damit zu tun hat. Ich habe immer nur gedacht: 'Das ist mein Moment!' Ich bin so froh, dass es wirklich geklappt hat."

Heißer Fight mit Mickelson, Day und auch Mahan

Lange hatte sich Rose mit dem US-Amerikaner Mickelson, dem Australier Jason Day und Hunter Mahan (USA) einen heißen Fight geliefert. Mahan verabschiedete sich allerdings durch ein Double-Bogey und zwei Bogeys an den letzten vier Löchern aus dem Rennen und musste sich schließlich mit Billy Horschel, Jason Dufner und Ernie Els (alle insgesamt +5) Rang vier teilen.

Day war mit drei Birdies und einem Bogey auf den ersten zehn Bahnen lange im Geschäft. Auf den letzten acht Löchern kassierte er allerdings drei Bogeys und beendete die Runde mit einer 71.

Eagle von Phil Mickelson

Eine Achterbahnfahrt erlebte der ewige US-Open-Zweite Mickelson. An seinem 43. Geburtstag handelte sich der Kalifornier, der unter dem Strich zu viele schwache Putts spielte, an der 3 und an der 5 jeweils ein Double-Bogey ein und verlor die Führung.

An Loch zehn meldete sich Mickelson, der zum sechsten Mal US-Open-Zweiter wurde und noch immer auf seinen ersten Sieg wartet, dann aber eindrucksvoll zurück. Aus dem Rough versenkte er einen Wahnsinns-Schlag - Eagle. Damit lag er kurzzeitig wieder an der Spitze. Auf dem Rest der Runde notierte er allerdings drei Bogeys. Mit seiner 74 spielte er die schwächste Schlussrunde des Top-Trios.

"Schrecklich", sagte Mickelson: "Es wird nicht leicht, das wegzustecken. Ich war so nah dran. Das war meine bisher beste Chance."

Für Steve Stricker (76) und Charl Schwartzel (78), die sich vor der vierten Runde noch Rang zwei geteilt hatten, reichte es letztlich mit fünf beziehungsweise sieben Schlägen Rückstand auf Rose nur zu den Plätzen acht und 14.

Martin Kaymer auf dem geteilten 59. Rang

Nichts mit dem Kampf um die vorderen Plätze hatte Martin Kaymer zu tun. Für den Deutschen lief es erneut nicht sonderlich gut. Der 28-Jährige notierte drei Birdies, drei Bogeys und ein Doppel-Bogey und kam mit einer 74 ins Clubhaus. Mit insgesamt 19 über Par lag der gebürtige Düsseldorfer, der nur mit Glück überhaupt den Cut geschaffte hatte, damit am Ende auf dem geteilten 59. Rang.

"Ich mag es eigentlich, schwere Plätze zu spielen, aber es gibt hier einfach ein paar Löcher, die mir optisch nicht liegen. Auf anderen Plätzen gehst du dann eben mit einem Bogey runter, bei der US Open wird es aber schnell ein Triple-Bogey", meinte Kaymer bei "golf.de".

Siem versagt an Loch 15, Rang 32 für Woods

Sein Landsmann Marcel Siem zeigte am Sonntag seine schwächste Turnierleistung. Er spielte eine 78 und lag am Schluss gleichauf mit Kaymer. Auf Bahn 15 verspielte der Ratinger die Chance auf eine bessere Platzierung aufgrund eines Quadruple-Bogeys. Für das Par vier der 15 benötigte Siem acht Schläge. Dazu kamen zwei Birdies und sechs Bogeys.

Trotzdem findet Siem, dass seine neue Chip-Technik immer besser funktioniert. "Auch wenn manchmal noch Schläge dabei sind, die von außen bitter aussehen", meinte der 32-Jährige.

Auch Tiger Woods erwischte erneut einen mäßigen Tag. Der dreimalige US-Open-Champion schloss seine letzte Runde mit drei Birdies, vier Bogeys und einem Triple-Bogey mit +4 ab - machte den geteilten 32. Platz. "Es hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe", fasste Woods seinen Auftritt zusammen.

Donald schießt Frau ab

Für eine Schrecksekunde sorgte derweil Luke Donald. Der Engländer, der mit +6 geteilter Achter wurde, traf mit seinem Abschlag an der 3 eine Zuschauerin. Die Frau wurde von den Stewards und Sanitätern sofort betreut und kam offenbar glimpflich davon.

Titelverteidiger Webb Simpson (insgesamt +13), der Weltranglistenzweite Rory McIlroy (+14) und Augusta-Champion Adam Scott (+15) spielten im Kampf um die vorderen Plätze ebenfalls keine Rolle.

Stefani gelingt Hole-in-One

Shawn Stefani beendete das Turnier zwar nur mit +19. Dennoch schrieb der US-Amerikaner an Loch 17 Geschichte. Als erster Spieler überhaupt bei den US Open im Merion Golf Club schaffte Stefani ein Hole-in-One. "Als die Leute durchgedreht sind, wusste ich, dass der Ball reingegangen ist", freute sich der 31-Jährige.

Als bester Amateur landete der Amerikaner Michael Kim (290 Schläge) auf dem geteilten 17. Platz.

Autor: Felix Götz