Im 169. Anlauf auf der US PGA Tour ist bei John Merrick der Knoten geplatzt. Der Amerikaner feierte bei der Northern Trust Open seinen ersten Turniersieg und das nach einer dramatischen Schlussrunde mit anschließendem Stechen.
Am zweiten Extra-Locher erzwang Merrick in Pacific Palisades/Kalifornien die Entscheidung gegen Charlie Beljan, der sich mit einem Birdie an der 18 mit seinem letzten Schlag für das Stechen qualifiziert hatte. Die beiden Amerikaner hatten nach vier gespielten Runden 273 Schläge (-11) auf dem Konto und lagen damit knapp vor dem Trio Fredrik Jacobson (Schweden), Bill Haas (USA) und Charl Schwartzel (Südafrika/alle -10).
"Manchmal denkt man an verschiedene Szenarien, wie man ein Turnier gewinnen könnte. Aber das hier ist ein Traum. Überhaupt dieses Turnier spielen zu dürfen, war immer ein Traum von mir. Aber zu gewinnen? Kaum zu beschreiben, es hat unglaublich Spaß gemacht", erklärte Merrick nach dem Turnier.
Bill Haas Verlierer des Tages
Der Schlusstag im Riviera Country Club war an Spannung kaum zu überbieten. In der letzten Stunde des Turniers lagen die ersten sechs Spieler nur einen Schlag auseinander. Doch nicht alle konnten ihre Chancen nutzen. Bill Haas etwa, der mit drei Schlägen Vorsprung auf die Runde gegangen war und einen rabenschwarzen Tag erwischte.
Beljan hadert mit Loch 10
Im Stechen mussten Merrick und Beljan zunächst auf die 18. Spielbahn, die beide mit einem Par beendeten. So musste die Entscheidung an Loch zehn fallen, einem unglaublich schweren Par 4. So richtig glücklich war Beljan mit diesem Modus nicht.
"Du kannst hier 10.000 Mal spielen und weißt immer noch nicht, was du auf Bahn 10 machen sollst", erklärte er bei pgatour.com. Es kam wie es kommen musste, wie schon auf der regulären Schlussrunde ging Beljan mit einem Bogey vom Grün und musste John Merrick den Sieg überlassen.
