Noch ohne Stefan Kießling, wieder mit René Adler und ansonsten mit dem bewährten Kader will die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich erstmals seit fünf Jahren einen Sieg zum Jahresauftakt erreichen.
Stefan Kießling befindet sich noch in der Warteschleife, René Adler und Mario Gomez geben ihr Comeback: Zwei Tage vor seinem Geburtstag hat Bundestrainer Joachim Löw auf Geschenke und Überraschungen verzichtet. Den ersten Sieg zum Jahres-Auftakt seit fünf Jahren will der dann 53-Jährige am Mittwoch in Paris gegen Angstgegner Frankreich (21.00 Uhr im Live-Ticker) mit einem großen, aber eingespielten Kader einfahren.
Adler als Nummer zwei etabliert
Zwei Comebacks wird es zwar geben, doch die waren erwartet worden. Bayern-Stürmer Gomez gehört nach auskurierter Verletzung erstmals seit der EM zum Aufgebot und soll wie Miroslav Klose eine Halbzeit spielen. Auch Torhüter Adler erhält nach seiner Nominierung für das Spiel in den Niederlanden im November eine Bewährungschance.
Mit der Einsatzgarantie für den Hamburger sendete Löw ein deutliches Zeichen: Adler, vor der WM 2010 als Nummer eins ausgerufen und danach lange verletzt, hat sich wohl nachhaltig als Nummer zwei etabliert. "René Adler hat in der Bundesliga eine sehr starke Hinserie gespielt. Nachdem er gegen die Niederlande in unser Aufgebot zurückgekehrt ist, hat er nun eine Chance verdient, sich gegen Frankreich zu beweisen", sagt Löw, ohne Neuers Status infrage zu stellen.
"Bei den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen im März vertrauen wir wieder Manuel Neuer. Er ist unsere klare Nummer eins." Sein bisher letztes Länderspiel hatte Adler am 17. November 2010 beim 0:0 in Schweden bestritten.
Kießling muss warten
Hinter dem Duo Gomez und Klose, das in Teilzeitarbeit den ersten Sieg gegen Frankreich seit 26 Jahren sichern soll, muss sich Kießling weiterhin anstellen. Der beste Torschütze der laufenden Bundesliga-Saison, dessen Nominierung nicht nur bei Bayer Leverkusen zuletzt heftig gefordert wurde, fehlt in Paris noch. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der 29-Jährige aber für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan Ende März nominiert werden und dabei zu seinem Comeback nach mehr als zweieinhalb Jahren kommen.
Frankreich ein echter Härtetest
Verzichten muss der Bundestrainer aus seinem Stammaufgebot lediglich auf den verletzten Innenverteidiger Holger Badstuber. Auf Experimente verzichtete Löw demnach auch, sein Kader ist mit 23 Profis für ein Einzelspiel aber recht groß.





