Bundestrainer Joachim Löw will von seiner Kompetenz nichts abgeben und beansprucht für sich auch künftig bei der Fußball-Nationalmannschaft das alleinige Sagen. "Der Sportdirektor muss ein kompetenter Ansprechpartner sein. Die sportlichen Richtlinien und letztlich auch die Verantwortung sollten wie bisher beim Bundestrainer bleiben. Klar gesagt: Die sportliche Linie für die A-Nationalmannschaft bestimmt allein der Bundestrainer", sagte der 53-Jährige der Bild-Zeitung und erteilte damit den Plänen der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Absage, die dem künftigen Sportdirektor mehr Macht einräumen möchten. Löw macht seine Entscheidung über seine Zukunft nicht primär von der Personalie Sportdirektor ab. "Ich habe mir noch keine Gedanken über die Zukunft gemacht. Aber: Der rote Faden muss stimmen. Meiner Meinung nach sollte der Sportdirektor die fußballerische Philosophie, die der Bundestrainer vorgibt, in die U-Teams übertragen."
