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Datum: 19. Juni 2013, 14:34 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Italien gegen Japan: Stellt Zaccheroni seinem Heimatland ein Bein?

alberto zaccheroni, italien
Alberto Zaccheroni steht gegen Italien vor einer besonderen Aufgabe

Gegen Italien zählt für Japan nur ein Sieg. Samurai-Coach Alberto Zaccheroni arbeitete über ein Jahrzehnt in der Serie A und kennt die Stärken des Gegners genau. Besonders Andrea Pirlo und Mario Balotelli dürften die Japaner am 2. Spieltag des Confed Cup vor enorme Probleme stellen.

Dieses Spiel sei für ihn "schon etwas Spezielles", gab Zaccheroni im Vorfeld der Partie in Recife zu, die nach deutscher Zeit am Donnerstag um 0 Uhr angepfiffen wird. Damit seine Japaner den Halbfinaleinzug am dritten Spieltag der Gruppe A gegen Mexiko noch in eigener Hand haben, muss der frühere Meistertrainer des AC Milan eine Taktik austüfteln, mir der dem neuen 4-3-2-1-System der Italiener beizukommen ist.

Mit dem 0:3 gegen Brasilien, bei dem die Japaner laut Linksverteidiger Yuto Nagatomo "wie Juniorenspieler gegen Profis" ausgesehen hätten, hat sich der Asienmeister freilich in eine schlechte Position manövriert. Vor dem Spiel gegen die Italiener, die mit einem 2:1 gegen Mexiko gestartet sind, verspricht Zaccheroni dennoch unverdrossen: "Wir werden alles reinwerfen."

Nachteile in der physischen Präsenz

Besonders defensiv stehen die Japaner dabei vor einer Herkulesaufgabe: Sie müssen der physischen Präsenz Mario Balotellis Einhalt zu gebieten. Der wuchtige Mittelstürmer ist der Gegenentwurf zu den eher fragil gebauten Asiaten. Einzig der 1,89 Meter große Innenverteidiger Maya Yoshida kann es körperlich annähernd mit dem Milan-Stürmer aufnehmen.

Damit Balotelli gar nicht erst in Szene gesetzt wird, müssen die Japaner vor allem Italiens Mittelfeldchef Andrea Pirlo im Zaum halten. Diese Aufgabe dürfte dem Wolfsburger Makoto Hasebe zufallen, der voller Bewunderung für den Juve-Star ist: "Pirlo ist der Kopf des Teams. Wir werden ihn so früh wie möglich aus dem Spiel nehmen müssen. Wenn uns das gelingt, haben wir eine Chance."

Prandelli erwartet japanische Falle

Angesichts der Konstellation geht Italien, das bislang noch nie gegen Japan verloren hat, als klarer Favorit ins Spiel. Die Mannschaft von Cesare Prandelli kann den Gegner kommen lassen, was ihren Stil deutlich entgegenkommt. Dennoch versucht sich der 55-Jährige in Understatement: "Japan wird einen leichten Vorteil haben, denn sie hatten einen Tag mehr Pause."

Auch vor der Finesse seines Gegenübers ist der Nationalcoach der Italiener gewarnt: "Alberto kennt uns sehr gut. Er weiß, wie wir arbeiten. Ich erwarte, dass er eine Falle für uns vorbereitet."

Prandellis Kapitän Gianluigi Buffon gibt da schon eine deutlich forschere Marschrichtung aus als sein Trainer: "Wir sind im Aufwind. Unter die besten vier zu kommen, ist unser Ziel, aber für mich kein Erfolg. Nur ein Sieg ist ein Erfolg."

Voraussichtliche Aufstellungen:

Italien: Buffon - Abate, Barzagli, Chiellini, de Sciglio - De Rossi, Pirlo, Marchisio, Giaccherini, Montolivo - Baletelli

Japan: Kawashima - Uchida, Yoshida, Konno, Nagatomo - Endo, Hasebe - Kiyotake, Honda, Kagawa - Okazaki

Autor: Marco Heibel