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Datum: 14. Oktober 2012, 09:08 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Ironman: Andreas Raelert belegt Platz zwei - drei Deutsche in den Top Sechs

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Das Podest-Trio entsprechend geschmückt

Der zweite Platz von Andreas Raelert war beim Ironman auf Hawaii nicht der einzige Triumph der deutschen Triathleten. Zwei weitere in Schwarz-Rot-Gold und ein in München geborener Akteur kamen in die Top Sechs. Sonja Tajsich lief bei den Damen auf Rang vier.

Bei dem ältesten und härtesten Ironman der Welt auf Hawaii lieferten die Deutschen Teilnehmer eine starke Leistung ab. Mit Andreas Raelert verpasste einer der Favoriten den Sprung auf Platz eins, konnte aber dennoch begeistern.

Der Start und das Ziel der befindet sich in Kailua-Kona auf der Insel Big Island. Aufgrund der großen Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit verlangt der Ironman mit der Schwimmstrecke über 3,86 Kilometer, der 180,2 Kilometer langen Raddistanz und dem abschließenden Marathon von seinen Athleten besonders viel ab. Ein Sieg auf Hawaii hat demnach den höchsten Stellenwert aller Ironman-Challenges.

Sechster Aussie-Sieg in Folge

Beim diesjährigen Wettbewerb stand von allem Andreas Raelert, der erstmals glichzeitig mit seinem Bruder Michael teilnahm, im Blickpunkt. Raelert wurde nach einer starken Aufholjagd Zweiter, hinter dem Australier Pete Jacobs. Für Jacobs war es der erste Titelgewinn, der sechste Erfolg hintereinander war es indes für Australien. Mit Chris McCormack (2007, 2010) und Craig Alexander (2008, 2009, 2011) siegten bereits die letzten Jahre stets Aussies.

Beim Schwimmen im Pazifischen Ozean startete Raelert zunächst schwach und lag weit hinter dem Führenden. Doch eine beeindruckende Leistung und Aufholjagd auf dem Rad und anschließend in den Laufschuhen katapultierte den 36-Jährigen auf den impulsanten zweiten Platz. 8:23:40 Stunden hieß es am Ende auf der Stoppuhr. Genau 5:03Minuten hinter dem Sieger aus Australien. Die Rekordzeiten auf dem aktuellen Kurs hält Luc Van Lierde (1996) mit 8:04:08 Stunden.

Deutsche Athleten um Andreas Raelert begeistern

Auch die anderen deutschen Starter beeindruckten mit starken Leistungen. Sebastian Kienle wurde Vierter, nachdem er zwischenzeitlich auf dem Rad zusammen mit dem Belgier Marino Vanhoenacker sogar führte, nachdem er die Konkurrenten zuvor in beeindruckender Manier überholt hatte, aber dann aufgrund eines Raddefektes zurückfiel. “Das war heute Himmel und Hölle“ fasste er den Tag zusammen.

Überhaupt war Kienle für die guten Zitate zuständig. So fragte er: "Meine linke Gehirnhälfte freut sich, weil es so ein super Rennen war. Meine rechte ärgert sich, wegen des Platten und weil ich zu dumm bin, einen Schlauch zu wechseln. Und meine Beine sagen: muss so ein Quatsch wirklich sein?"

Der Münchener und Sieger von 2005 Faris Al-Sultan kam für die Vereinigten Arabischen Emirate startend als Fünfter ins Ziel. Timo Bracht wurde Sechster. Seine Premiere beim Ironman auf Hawaii feierte Raelerts Bruder Michael, er kam nach einer Berg- und Talfahrt aus den 31. Rang.

Andreas Raelert: "Ich bin stolz auf mich"

Auch wenn es für den Sieg nicht reichte war der zweitplatzierte Andreas Raelert mit seiner Leistung höchst zufrieden: "Ich bin sehr stolz auf mich, ich werde es wieder probieren, nach einem dritten einem zweiten, einem dritten und einem zweiten Platz bin ich motivierter denn je.“

Bei den Frauen siegte die Britin Leanda Cave in 9:15:54 Stunden und tritt in die Fußstapfen ihrer Landsfrau Chrissie Wellington, die die letzten vier Jahre siegreich war. Sonja Tajsich kam auf einen bemerkenswerten vierten Platz und rundete damit die Gesamtleistung der Deutschen ab. Sie überzeugte besonders beim Marathon, bei dem sie ihre eigene Bestleistung steigerte und sich an einigen Konkurrentinnen noch vorbeischieben konnte.