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Die meisten Punkte, die meisten Siege, die beste Rückrunde - so viele Superlative kommen auch Ihnen zugute. Unlängst wurden Sie - diesmal war es in einem anderen Sportmagazin zu lesen - zum besten Manager der Liga gekürt. Zu recht?
Ich bewerte meine Arbeit in der Öffentlichkeit nicht selbst. Das sollte man im stillen Kämmerlein tun. Und zwar nicht, um sich immer wieder selbst auf die Schulter zu klopfen, sondern um Fehler zu analysieren. Um Wege zu finden, wie man es besser machen kann. Aber lassen Sie uns über Zahlen und Fakten reden. Nicht über das, was in Zeitungen oder Zeitschriften steht.
Einverstanden. Im letzten Jahr waren es zehn, in diesem Jahr acht Punkte Vorsprung auf die Bayern. Da könnte der Eindruck entstehen, dass der BVB als großer Favorit in das Pokalfinale geht. Spiegeln diese großen Abstände das Kräfteverhältnis wider?
Das kommt auf die Schwerpunkte an. National sind wir sicher die beste Mannschaft, wir haben in diesem Jahr den Zweiten, den Dritten und den Vierten hintereinander besiegt. Wir haben fünf der sechs Spiele gegen die Spitzenteams gewonnen. Deutlicher geht es nicht. Sieht man es international, sind die Bayern erfolgreicher, erfahrener und stehen nicht umsonst im Champions League-Finale. Das wird ein Duell auf Augenhöhe.
Aber der BVB hat viermal in Serie gegen den FC Bayern gewonnen ...
Richtig. Aber daraus lässt sich nichts für das Finale am Samstag ableiten. Wir werden nun nicht die nächsten zehn Spiele gegen München gewinnen. Es muss jedoch nicht gerade das fünfte sein, das wir verlieren.
Es ist noch nicht so lange her, da standen sich beide Teams schon einmal im Pokalfinale gegenüber. Unter etwas anderen Vorzeichen ...





