Die Innenminister von CDU und CSU fordern von der Deutschen Fußball Liga (DFL) mehr Engagement bei der Umsetzung des neuen Sicherheitskonzepts. Die Liga müsse endlich die Inhalte der Vereinbarung vollständig umsetzen, forderte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Donnerstag in Celle nach einem Treffen der Unions-Ressortkollegen. Dazu zähle neben einer besseren Videotechnik auch eine intensivere Einlasskontrolle. Die Innenminister lehnten es weiterhin ab, dass im Profifußball Steuergelder für Fanprojekte zur Verfügung gestellt werden. "Die Vereinbarung war, dass die Liga zehn Millionen Euro zur Verfügung stellt", sagte Schünemann. Jedoch hätten noch nicht alle Vereine dem zugestimmt. "Wir könnten uns auch vorstellen, dass Bund und Länder gemeinsam in einen Fond einzahlen und daraus neben den Profiligen auch den Amateurbereich bestücken." Sollte sich keine Einigung erzielen lassen, müsse geprüft werden, ob eine Beteiligung der Vereine an den Polizeieinsatzkosten vorgenommen werden könne. "Rechtlich ist dies möglich, es ist aber nicht die bevorzugte Lösung", sagte Schünemann.
