Geht es nach der FIFA und den Regelhütern der IFAB, ist die technische Revolution im Fußball abgeschlossen. Die IFAB beschloss die Einführung der Tortechnik bei den FIFA-Wettbewerben Club-WM, Confed Cup und WM 2014. Unklar ist wann der DFB und die sich streubende UEFA übernehmen.
Nach der größten Regel-Revolution im modernen Fußball tauchte Joseph Blatter ganz schnell ab. Fragen der wartenden Weltpresse zur bahnbrechenden Einführung der Torlinientechnologie wollte der FIFA-Präsident nicht beantworten. Die historische Entscheidung steht für sich, meinte Blatter wohl. Doch nach der Sitzung des International Football Association Board (IFAB) in Zürich bleibt weiter vieles im Unklaren.
So ist weiter unsicher, wann und ob die Systeme Hawk-Eye oder GoalRef zur zweifelsfreien Torerkennung in Deutschland zum Einsatz kommen. Plötzlich stehen die nationalen Funktionäre von DFB und DFL unter Entscheidungszwang. Liga-Präsident begrüßte zwar das Votum für technische Hilfsmittel, hält aber eine Einführung in der Bundesliga in der kommenden Spielzeit für "absolut ausgeschlossen". "Ich kann mir das frühestens zur Saison 2013/14 vorstellen. Und man muss sehen, was das für die unteren Ligen bedeutet. Denn in Wimbledon ist es ja auch so, dass die Hawk-Eye-Technologie auch nur auf den Plätzen 1 und 2 genutzt wird", sagte Rauball der Bild.
Fest steht immerhin: Erstmals sollen Schiedsrichter bei der Club-WM im Dezember in Japan die Hilfe offiziell in Anspruch nehmen können. Beim Confederations Cup 2013 und der WM 2014 in Brasilien wird das System einem großen, weltweiten Publikum präsentiert - Wembley-Tor-Mythen und Torklau-Schlagzeilen sollen dann endgültig der Vergangenheit angehören.





