Während der EM im Juni hatte UEFA-Präsident Michel Platini den Vorschlag präsentiert, die EM 2020 in bis zu 13 europäischen Städten austragen zu lassen. Nach Angaben der Bild-Zeitung nimmt diese Idee allmählich Konturen an. Auch Berlin käme demnach als Spielort infrage.
Laut Bild-Informationen würde jede der sechs Vorrundengruppen jeweils in den Stadien der beiden topgesetzten Teams einer Gruppe ausgespielt. Würde sich Deutschland für das Turnier qualifizieren und zum Stichtag der Auslosung unter den Top 12 des UEFA-Rankings liegen, soll die DFB-Elf ihre Vorrundenspiele angeblich im Berliner Olympiastadion austragen.
Istanbul als Endspielort?
Als weitere Gastgeberstädte seien Madrid, Lissabon, Rom, London, Amsterdam, Moskau, Zagreb, Athen, Basel, Paris und Brüssel im Gespräch. Ab dem Viertelfinale solle dann auf neutralem Platz gespielt werden. Für das Finale sei Istanbul der Favorit der UEFA.
Allerdings soll eine EM-Endrunde dieser Größenordnung nicht zum Regelfall werden. So verweist DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock gegenüber Sport-Bild darauf, dass es sich bei einer europaweiten Endrunde um eine "einmalige Sache" handele. Platini wolle das Turnier 2020 mit dem Jubiläum der seit 1960 ausgespielten EM verbinden, so Sandrock weiter.
UEFA entscheidet im Januar 2013
Bei der nächsten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am 7. Dezember steht die Idee des Präsidenten bereits auf der Tagesordnung. Spätestens im Januar 2013 soll entschieden werden, ob der Plan umgesetzt wird oder ob man sich doch für eine konventionelle Vergabe an ein bis maximal drei Länder entscheidet. Offizielle Bewerber um die Endrunde im Jahr 2020 sind bislang die Türkei, Aserbaidschan gemeinsam mit Georgien sowie Irland gemeinsam mit Schottland und Wales.
Marco Heibel
