Vier Tore, zwei Helden, keinen Sieger. Die Fakten des Spitzenduelles in Frankreich lesen sich wie die des Clasicos in Spanien. Spitzenreiter Marseille wehrte den Angriff der Millionen-Truppe aus Paris ab. Neben Gignac stand dabei einmal mehr Ibrahimovic im Blickpunkt.
In gerade einmal vierzehn Minuten schossen die beiden Stürmer jeweils zwei Tore für ihr Team. In der 18. Minute fasste sich André-Pierre Gignac ein Herz und ließ Gegenspieler Alex alt aussehen. Aus achtzehn Metern tunnelte er den Brasilianer und schloss aus halbrechter Position ab. Paris Schlussmann Salvatore Sirigu hatte hatte keine Chance.
Zlatan als Kampfsportler
Nur fünf Minuten später vollendete Ibrahimovic eine Ecke von Maxwell in seiner unnachahmlichen Art zum 1:1. Mit einem "Kung-Fu"-Schuss traf der Schwede zum Ausgleich. Dem nicht genug, machte Zlatan seine Ankündigung ("Ich bin wie Wein und werde im Alter immer besser") nach seinem 31. Geburtstag wahr und traf mit einem gewaltigen Freistoß aus knapp dreißig Metern.
Einwechslung von Loic Rémy zu spät
In der zweiten Hälfte verflachte die Partie und hatte nur noch wenige Höhepunkte. Die größte Chance besaß erneut Ibrahimovic in der 73.Minute, als er eine Flanke in Rücklage über das Tor beförderte. Marseilles Trainer Elie Baup verzichtete in der Startelf zunächst auf Loic Rémy, der unter der Woche beim 5:1 Europaleague Sieg gegen Limassol glänzte. Seine Einwechselung zehn Minuten vor Schluss hatte keine große Wirkung mehr.
Ronaldo soll Ibrahimovic folgen
Mit dem vierten Unentschieden in der Liga werden die Rufe in Paris nach weiteren Verstärkungen größer. Spätestens im nächsten Sommer soll dann kein geringerer als Cristiano Ronaldo zum Hauptstadt-Club kommen. Wie die L'Équipe am Wochenende verlauten ließ, hat sich Clubboss Nasser Al-Khelaïfi bereits mit dem Berater Jorge Mende von CR7 über einen Wechsel des Superstars unterhalten.
Denn solange ein "Däumling" (Marseille) gegen das "Ungeheuer" (Paris) - ein Vergleich des Fachmagazins France-Football - noch so mithalten kann, ist davon auszugehen, dass die große Shoppingtour in Paris weitergehen wird. Die Schlagzeile der Pariesenne ("Nur Ibrahimovic war [bei Paris] magisch") wird Al-Khelaifi in seinen Plänen nur bestätigen.
Montpellier im freien Fall
Mit dem Unentschieden steht Marseille mit 19 Punkten weiter auf Platz 1 der Ligue1. Paris folgt mit 16 Punkten. Der Ex-Abomeister aus Lyon verpasste im zweiten Topspiel gegen Lorient den Sprung auf Platz 2. Das Spiel des Vierten gegen den Dritten endete im Stade du Moustoir mit 1:1. Die Lyoner Führung durch Bafetimbi Gomis aus der 23.Minute glich Jérémie Aliadiéren in der 43.Minute aus.
Schalkes Gruppengegener in der Champions League, Montpellier, sucht indes weiter nach seiner Vorjahresform. Nach der 2:3-Schlappe gegen Evian TG, dem vierten Liga-Heimspiel in Folge ohne Sieg, belegt Montpellier Platz 15. Besser erging es dem OSC Lille, der schlug daheim AC Ajaccio mit 2:0. Damit kletterte der CL-Gegner vom FC Bayern auf Platz 10.



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