Vor dieser Saison lieh der FC Barcelona Ibrahim Afellay an Schalke 04 aus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehört der Niederländer mittlerweile zu den Stammkräften. Eine Zukunft in königsblau über 2013 hinaus will der 26-Jährige nicht ausschließen.
Bei Barca nur Ersatz
"Nach dieser Saison habe ich noch zwei Jahre einen Vertrag in Barcelona. Ich fühle mich aber sehr wohl auf Schalke und genieße die Zeit in der Bundesliga. Was dann passiert, werden wir sehen. Zum Saisonende hin werden wir miteinander sprechen", erklärte Afellay in der Sport Bild.
Vor drei Wochen hatte der Angreifer noch angekündigt, nach Barcelona zurückkehren zu wollen. Nun ruderte der niederländische Nationalspieler jedoch wieder zurück und ließ seine Zukunft offen: "Wir werden sehen, was im Sommer passiert. Ich lebe nach dem Motto: Ich lebe heute, keiner kann dir das Morgen prophezeien."
Dass Trainer Huub Stevens häufig auf den 26-Jährigen setzt, sei dabei "ein Pluspunkt", schließlich kam Afellay bei Barcelona nie über den Status eines Ersatzspielers hinaus und wurde dabei oft von Verletzungen zurückgeworfen.
"Die Chance auf Titel besteht immer"
Die zahlreichen Einsatzminuten im Schalke-Trikot könnten den Angreifer demnach einen Verbleib in der Bundesliga erwägen lassen. Auch in der Liga fühlt sich der Niederländer wohl: "Insgesamt sieht man doch, wie gut die deutschen Mannschaften in der Champions und Europa League abschneiden. Das spricht für die Stärke der Bundesliga. Kein deutscher Teilnehmer muss sich international verstecken. Die Bundesliga ist ein richtig guter Wettbewerb", so Afellay.
Auch Schalke präsentierte sich in der laufenden Saison auf der internationalen Bühne mit Erfolg. Der Einzug in das Achtelfinale der Champions League wurde bereits vorzeitig sichergestellt. Zuletzt blieben jedoch die Erfolgserlebnisse aus, man rutschte in der Bundesliga von Platz zwei auf vier ab und liegt damit bereits 13 Zähler hinter Tabellenführer Bayern München.
Das alles ist für Afellay jedoch kein Grund, Schalke kleinzureden. "Die Chance auf Titel besteht immer. Man kann uns nicht abschreiben", zeigte er sich überzeugt.
Angelo Freimuth
