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Datum: 28. November 2012, 16:47 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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HSV Handball vor Komplettumbruch

Martin Schwalb, HSV Hamburg
HSV-Trainer Martin Schwalb gestikuliert am Spielfeldrand

Die Handballer des HSV müssen sparen. In der kommenden Saison wird sich der Meister von 2011 von verdienten Profis trennen und seinen Etat herunterfahren. Bis zu zwei Millionen Euro soll an Spielergehältern gespart werden.

Der HSV Hamburg plant eineinhalb Jahre nach der deutschen Handball-Meisterschaft einen personellen Umbruch. Weil der Champion von 2011 mit derzeit 16:10 Punkten praktisch schon jetzt aus dem Titelrennen ist, ziehen die Hanseaten Konsequenzen und denken bereits auch an die neue Saison.

Nach dieser Spielzeit steht eine deutliche Verjüngung des Teams an, die zu einer merklichen Reduktion der Gehälter führen wird. Einige verdiente Spieler werden den Club verlassen. Kostete die Meistermannschaft noch rund 7,5 Millionen Euro an Gehältern und Versicherungen, müssten für das neue HSV-Handballteam nur noch etwa 5,5 Millionen bis 6,0 Millionen Euro aufgewendet werden.

Lijewski und Jansen zu alt für den HSV

Rückraumspieler Marcin Lijewski und Linksaußen Torsten Jansen, die beide 35 Jahre alt sind, werden dem Team ebenso wenig angehören wie Spielmacher Michael Kraus, Kreisläufer Igor Vori und Torwart Dan Beutler. Dieses Trio zeigte sich zu schwankend in seinen Leistungen.

Aller Voraussicht nach werden vier neue Kräfte den HSV verstärken. Der Wechsel des Nationalspielers Adrian Pfahl (VfL Gummersbach) für den rechten Rückraum steht bereits fest. Vermutlich wird der hoch talentierte, erst 19 Jahre alte Franzose Kentin Mahé seinen Teamkollegen Pfahl auf dem Weg nach Hamburg begleiten. Mahé soll zusammen mit Domagoj Duvnjak die Gestaltung des Spiels übernehmen.

Am Kreis wird Vori durch den dänischen Nationalspieler Henrik Toft Hansen (Bjerringbro-Silkeborg) ersetzt, zudem soll der Flensburger Petar Djordjic für den linken Rückraum kommen. "Wir sind, wenn alles klappt, für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt", sagte HSV-Präsident Matthias Rudolph dem Hamburger Abendblatt.

Schwalb: Alles richtig gemacht beim Umbruch

Nach Ansicht von Trainer Martin Schwalb hat es bei dem notwendigen Umbruch nach dem Abschied der Gille-Brüder keine Versäumnisse gegeben. "So etwas geht ja auch nicht von heute auf morgen. Und wir hatten mit dem Umbruch ja auch schon begonnen. Für den rechten Rückraum hatten wir vor zwei Jahren Oscar Carlén geholt. Den Umbruch haben wir im Blick gehabt. Es ist aber schwer, ihn umzusetzen, wenn Spieler aufgrund von schweren Verletzungen lange ausfallen", sagte Schwalb.

An diesem Donnerstag muss sich das aktuelle Team in der Champions League gegen den spanischen Club Ademar Leon beweisen. Die Hamburger belegen derzeit mit neun Zählern hinter dem punktgleichen russischen Verein Medvedi Chekhov den zweiten Platz in der Hauptrundengruppe A. Bei einem Sieg gegen Leon wäre der vorzeitige Einzug in das Achtelfinale geschafft.