Elisabeth Seitz nimmt den Schwung der Olympischen Top-10-Platzierung im Mehrkampf mit in das Finale am Stufenbarren. Die Konkurrenz der deutschen Meisterin aus Mannheim hat es an diesem Montag aber in sich. Neben den starken Chinesinnen He Kexin und Yao Jinnan werden auch die Russinnen Victoria Komowa und Alija Mustafina höher eingeschätzt. Top-Favoritin aber ist eine Einheimische: Elisabeth Tweddle wird 16.500 Fans in die North Greenwich Arena locken und bei perfekter Ausführung ihrer superschweren Übung kaum zu stoppen sein. "Für mich ist es eine große Ehre, in solch einem Feld antreten zu dürfen. Mein Ziel kann es nur sein, meine Übung bestmöglich durchzuturnen. Dann wäre ich vollauf zufrieden", sagte die Schülerin vom Ludwig-Frank-Gymnasium. Schon jetzt sind für die beste deutsche Mehrkämpferin die Spiele ein voller Erfolg. "Ich wollte in die Top 10, das habe ich geschafft. Für mich waren die Spiele einfach super", kommentierte sie. Zweimal hat sie in Qualifikation und Team-Finale ihre Barren-Übung mit Ausgangswert 6,7 schon nahezu perfekt präsentiert und dabei den schwierigen Def-Salto ordentlich in den Hang gebracht. "Ich habe im Training jetzt noch an Kleinigkeiten gefeilt, um die Übung im Finale noch einen Tick perfekter zu zeigen", kündigte Eli an. Dreimal hatte die Spezialistin bei internationalen Meisterschaften bisher ein Stufenbarren-Finale erreicht. Bei EM und WM 2010 kam sie allerdings nicht über Platz acht hinaus, bei der Heim-EM in Berlin gelang 2011 Rang fünf. Mit dieser Platzierung wäre sie auch in London zufrieden.



Kommentar schreiben



