Frank Arnesen, Sportchef beim Hamburger SV, will nach dem Pokal-Aus beim Karlsruher SC und wegen der schlechten Prognose für die kommende Saison den verordneten Sparweg verlassen und für die Offensive weitere Neuzugänge holen. Der HSV muss nach dem 2:4 beim KSC auf Einnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro verzichten, trotzdem will Arnesen beim Aufsichtsrat um die Aufstockung des Transferbudgets bitten. "Wir dürfen uns nicht kaputt sparen", sagte Arnesen, der den Konsolidierungskurs der Hamburger bisher stets unterstützt hatte. Im Aufsichtsrat gibt es bereits positive Signale, Arnesens Wunsch zu entsprechen. "Wir müssen im Verein überlegen, wie hoch das Risiko sein darf und wer im Verein im Notfall dafür haftet", sagte Jürgen Hunke, ehemaliger Clubchef und heutiger Finanzausschuss-Vorsitzender im Aufsichtsrat, dem Hamburger Abendblatt zu dieser Thematik.
Holt Arnesen wieder Kühne ins HSV-Boot?
Arnesen möchte einen Spielmacher verpflichten, im 4-2-3-1 von Trainer Thorsten Fink liegt diese Position bisher brach. Eine weitere Möglichkeit könnte auch eine erneute Zusammenarbeit mit Investor Klaus-Michael Kühne sein, der sich vor einigen Wochen aber den Unmut der HSV-Verantwortlichen zuzog, als er lautstark den Wechsel von Rafael van der Vaart in die Hansestadt forderte und dem Club Untätigkeit vorwarf.
