Der Traum von einer Olympia-Medaille ist für die deutschen Hockey-Damen geplatzt. Wegen einer mangelhaften Chancenverwertung kam das Team im letzten Gruppenspiel nur zu einem 0:0 gegen Neuseeland, damit reichte es nur für die Platzierungsrunde.
Neuseeland steht dagegen mit viel Glück im Halbfinale, wird es mit einer Leistung wie gegen Deutschland gegen die Niederlande oder Großbritannien aber schwer haben. Die deutsche Auswahl trifft als Tabellenvierter im Spiel um Platz sieben auf Südkorea oder Belgien, die beiden Teams spielen in der Gruppe A im direkten Duell um den vierten Tabellenrang.
Schiedsrichter geben zwei deutsche Tore nicht
Die Chancen der deutschen Mannschaft waren ohnehin gering. Ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied wäre genauso nötig gewesen wie argentinische Schützenhilfe am Abend in der Partie gegen Australien. Nun reicht Argentinien ein Unentschieden zum Halbfinaleinzug, die Australierinnen müssen dagegen gewinnen.
Doch schon bei den eigenen Hausaufgaben scheiterte das Team von Bundestrainer Michael Behrmann, Tormöglichkeiten gab es genug, ein wenig Pech kam aber auch hinzu. Denn die Schiedsrichter bemühten bei zwei deutschen Toren (33./48.) den Videobeweis - und gaben die Treffer jeweils nicht:
Bei Müllers Tor in der zweiten Halbzeit war die Entscheidung richtig, nach einer unkonventionellen Strafecke war Müllers Schuss einfach zu hoch angesetzt. Im ersten Durchgang war die Sache zweifelhafter, nach Celine Wildes Schuss außerhalb des Schusskreises entschieden die Schiedsrichter, dass Maike Stöckel den Ball nicht mehr berührt hatte.
Doch die deutsche Mannschaft sollte die Schuld vor allem bei sich selbst suchen. Spielerisch zeigte Deutschland eins der besten Matches bei den Olympischen Spielen, bei insgesamt sieben Strafecken muss aber einfach mehr herausspringen als ein torloses Remis. Doch auch aus dem Spiel heraus gab es einige gute Gelegenheiten, Marie Mävers (25.), Stöckel und Lisa Hahn mit einer Doppelchance (29.), erneut Stöckel völlig freistehend (40.) und Hahn mit einer argentinischen Rückhand (61.) vergaben.
