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Heidel: ''Viel schlimmer geht es nicht''

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sid/sportal.de
21. September 2016, 23:44 Uhr
Dietmar Beiersdorfer
Dietmar Beiersdorfer scheint nicht mehr voll und ganz hinter Bruno Labbadia zu stehen

Am 4. Spieltag der Bundesliga rutschen gleich drei Team tiefer in die Krise. Beim HSV vermeidet Klubchef Dietmar Beiersdorfer ein Treuebekenntnis zu Bruno Labbadia, auf Schalke ist man völlig konsterniert, in Bremen herrscht pure Enttäuschung. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking ist trotz der klaren Niederlage gegen den BVB nicht unzufrieden.

FC Bayern München - Hertha BSC 3:0 (1:0)


Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben von Beginn an gut gespielt. Mit Intensität und Qualität. Das war das bislang beste Spiel der Saison."

Arjen Robben (Bayern): "Das ist Gänsehaut und der schönste Moment für mich. Dafür habe ich hart gearbeitet, das ist nicht zu beschreiben. Ich bin super glücklich."

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Glückwunsch an den FC Bayern. Sie haben einen tollen Tag gehabt. Wir haben versucht, nicht zu mauern, haben versucht, die Bayern weg vom Tor zu halten. Die Tore sind nach individuellen Fehlern gefallen. Wir müssen das akzeptieren, wir müssen daraus lernen. Für uns ist wichtig, jetzt zu regenerieren und gegen Frankfurt ein gutes Spiel abliefern."

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FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:3 (1:1)


Markus Weinzierl (Trainer Schalke): "Die Mannschaft ist heute natürlich sehr enttäuscht. Wir haben ein Spiel verloren, das du nicht verlieren darfst. Es war ein sehr wichtiges Spiel und wir lagen in Führung. Man hat heute gesehen, dass die Mannschaft unter Druck war. Wir sind 118 Kilometer gelaufen und die Mannschaft wollte unbedingt. Von dieser Seite her kann ich ihr nichts vorwerfen. Köln ist defensiv sehr gut gestanden und immer gefährlich in der Umschaltbewegung. Natürlich bin ich nicht erfreut. Ich habe keine vier Niederlagen zu Beginn erwartet, das ist auch klar. Wir werden genauso weiter arbeiten und das Spiel analysieren. Es war nicht alles schlecht, aber wir haben den Ausgleich zu schnell bekommen. Wir müssen jetzt den nächsten Nackenschlag verarbeiten."

Christian Heidel (Sport-Vorstand Schalke): "Viel schlimmer geht es nicht. Wenn man vier Spiele absolviert und keines davon gewonnen hat, dann ist eine Steigerung nach unten schwer möglich. Das war sicherlich alles andere als geplant und auch in der Art nicht befürchtet."

Benedikt Höwedes (Kapitän Schalke): "Es ist schwierig, direkt nach dem Abpfiff in der Enttäuschung die richtigen Worte zu finden. Wir müssen das sacken lassen und analysieren, was wir falsch gemacht haben."

Peter Stöger (Trainer Köln): "Natürlich sind wir sehr, sehr zufrieden, dass wir es wieder geschafft haben, auf Schalke zu gewinnen. Wir haben das ordentlich gemacht und waren ganz gut im Spiel. Ideal war das schnelle 1:1. Das hat uns Zuversicht gegeben. In der zweiten Halbzeit war klar, dass wir mehr Räume bekommen. Das war in Ordnung."

Matthias Lehmann (Kapitän Köln): "Der Teamgeist und der Wille zu arbeiten machen uns zurzeit so erfolgreich. Wir wissen, dass wir im Umkehrspiel sehr gefährlich sind. Das haben wir heute wieder bewiesen und eiskalt zugeschlagen. So kann es weitergehen."

RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach 1:1 (1:0)


Ralph Hasenhüttl (Trainer Leipzig): "Ich denke, dass es aller Ehren wert ist, dass wir diesen Punkt gegen so eine Mannschaft heute mitnehmen konnten. Ein riesen Dankeschön an unsere Fans, die auch in schwierigen Phasen des Spiels da waren und uns großartig unterstützten."

Timo Werner (RB Leipzig): "Wenn man gegen Gladbach daheim 1:1 spielt, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben jetzt acht Punkte nach vier Spieltagen, das hat uns keiner zugetraut. In Köln werden wir genauso auftreten und hoffen, dass wir da auch gewinnen können."

Andre Schubert (Trainer Gladbach): "Das ist nicht mein Fußball, aber wir haben das Spiel angenommen. Das war wichtig. Ich freue mich, dass die Mannschaft sich belohnt hat. Es gab unglaublich viele Zweikämpfe und viele lange Bälle. Wenn dich der Gegner dazu zwingt, dann muss man das auch annehmen. Ich glaube, dass es aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war."

SV Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 1:2 (1:0)


Alexander Nouri (Trainer Bremen): "Wir sind sehr mutig aufgetreten und jeder hat gesehen, dass wir gewinnen wollten und alles gegeben haben. Bis zur 85. Minute führst du 1:0 und dann bekommst du zwei Gegentore. So bitter ist Fußball. Aber ich nicht hier, um mich zu beklagen. Ich bin froh und dankbar, dass die Mannschaft heute alles versucht hat und die Fans uns unterstützt haben. Ich bin nicht so wichtig, es geht um den Verein."

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Bremen): "Es ist sehr wahrscheinlich, dass er auch am Samstag hier ist. Wir werden uns nochmal sehr intensiv und umfassend mit möglichen Kandidaten auseinandersetzen. Das ist auch mit Alex so besprochen."

Izet Hajrovic (Bremen): "Ich muss das Ding bei meiner zweiten Chance reinmachen, das ist klar. In den letzten zehn Minuten bekommen wir dann zwei Gegentore. Das ist eigentlich in dieser Situation völlig normal, dass wir zwei so dumme Gegentore bekommen."

Martin Schmidt (Trainer Mainz): "Wir haben in den ersten 20 Minuten richtig unten durch müssen. Nach dem 1:0 hat das Spiel für uns begonnen. Der Sieg war vielleicht des Guten ein bisschen zu viel. Ein Unentschiedenen wäre verdienter gewesen, aber wir nehmen das gerne mit."

Yunus Malli (Mainz): "Dass wir in den letzten sieben oder acht Minuten noch zwei Tore machen, das zeigt auch unsere Mentalität."

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 0:0


Roger Schmidt (Trainer Leverkusen): "Es ist sehr bitter. Wir haben sehr wenig zugelassen und uns über 90 Minuten an der Kompaktheit von Augsburg abgearbeitet. Die Torchancen, die wir hatten, die waren klar genug, um das Spiel zu gewinnen. Das wäre sicher auch verdient gewesen. Im Moment fällt uns aber das Toreschießen extrem schwer. Wenn der Knoten irgendwann platzt, dann werden wir den Ball auch wieder leichter ins Tor bringen."

Dirk Schuster (Trainer Augsburg): "Wir haben heute mit viel Leidenschaft dagegen gehalten, auch als Leverkusen noch mal viel Qualität von der Bank gebracht hat. Beim Elfmeter hatten wir natürlich Glück, aber das war heute ein Punkt für die Moral."

Marwin Hitz (Augsburg): "Wir haben 90 Minuten gekämpft, jeder hat bis zum Schluss alles gegeben. Es wäre bitter gewesen, wenn wir in der Nachspielzeit noch ein Tor bekommen hätten. Deswegen musste ich den Kopfball halten."

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 1:5 (0:2)

 

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Es war eine verdiente Niederlage. Der Spielverlauf war äußerst ungünstig. Wir kommen nach dem 0:2 wieder gut ins Spiel, nutzen dann aber vier klare Chancen bis zur Halbzeit nicht. Ich bin nicht unzufrieden, aber vom Ergebnis absolut enttäuscht. Es war ein hochklassiges Spiel. Dortmund hat uns die Konsequenz vorgemacht und verdient gewonnen."

Mario Gomez ( Wolfsburg): "Einmal mehr hat die Chancenverwertung nicht gepasst. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt. Ich alleine habe in der ersten Halbzeit fünf oder sechs Hochkaräter. Ich bin hier, um Tore zu machen. Das weiß ich auch. Ich habe die Chancen und es tut mir leid für die Mannschaft, dass ich sie wieder nicht gemacht habe. Dann kannst du keine Spiele gewinnen. Ich bin lange genug dabei, werde den Kopf hochnehmen und irgendwann fluppt es dann wieder. So ist der Fußball."

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "Es hat sich lange nicht nach so einem klaren Ergebnis angefühlt. Wir haben trotz der 2:0-Führung auch viel leiden müssen und zu viele hochkarätige Chancen zugelassen. Das Anschlusstor hat die Statik des Spiels verändert. Wir wurden griffiger und haben die Chancen sehr effektiv genutzt. Das ist ein unglaubliches Ergebnis. Wir haben hart dafür gearbeitet und sind sehr glücklich."

Roman Bürki (Dortmund): "Ich hatte heute die Möglichkeit, mich in einem Spiel mehrmals auszuzeichnen. Wolfsburg hat eine enorme Qualität in der Offensive, das hat man heute auch gesehen. Ich bin glücklich, dass wir das Spiel gewinnen konnten."



SC Freiburg - Hamburger SV 1:0 (0:0)

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Es war ein schwieriges Spiel, besonders im Spielaufbau. Da muss man dann Risiko gehen, das haben wir in der zweiten Halbzeit verändert. Sehr gut bei uns war, dass wir nach den Erlebnissen in Berlin und Köln trotz des Drucks sehr leidenschaftlich gearbeitet haben. Mit jeder Minute haben wir immer mehr Zweikämpfe gewonnen. Wir waren heute die Glücklicheren, haben das Spiel aber nicht unverdient gewonnen."

Nils Petersen (Freiburg): "Wenn Vincenzo Grifo so frei zum Schuss kommt, dann kann man als Stürmer nur hinterherlaufen. Das ist genau mein Spiel. Für so einfache Hausmannskost war ich da."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburg): "In der ersten Halbzeit sind wir so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben - mit sehr engen Räumen und vielen Ballgewinnen. Wir haben dann aber falsche Entscheidungen getroffen. Wir haben das Pech gehabt, dass der Ball vom Innenpfosten wieder raus springt. Aber prinzipiell ist aus unseren Ballgewinnen zu wenig rausgekommen."

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Dietmar Beiersdorfer (Vorstand Hamburg): "So ein Spiel muss man sacken lassen, ich werde das mit dem Trainer besprechen. Bruno Labbadia ist unser Trainer, ich muss ihm nicht jeden Tag Rückendeckung geben. Aber momentan liefern wir nicht. Ganz oben steht der HSV und sonst keiner. Der Frust ist sehr groß, wir haben uns das anders vorgestellt. Wir waren schlecht, ganz schlecht, speziell in der zweiten Hälfte. Wir haben uns hier als Hamburger Sportverein ganz schlecht präsentiert, das darf nicht sein. Das war völlig unzureichend. Das muss jedem, der auf dem Platz stand, klar sein. Wir finden momentan keine Möglichkeit, das Tor des Gegners zu bedrohen."

Rene Adler (Hamburg): "Der Frust sitzt ziemlich tief. Die Niederlage geht auf meine Kappe. Es tut mir für die Mannschaft leid. Ich hätte den Ball festhalten müssen, jetzt fahren wir wieder mit leeren Händen nach Hause. Wir liefern zur Zeit einfach nicht die Ergebnisse ab. Der Trainer hat damit gar nichts zu tun. Ich finde es auch ein bisschen affig wie schnell das im Fußball heutzutage geht. Bruno Labbadia war vor zehn Monaten der Retter. Wir nehmen den Trainer komplett raus, er macht einen tollen Job. Es sind wir Spieler, die zurzeit Scheiße bauen."

FC Ingolstadt - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:1)

Markus Kauczinski (Trainer Ingolstadt): "Das 0:1 war ein richtiger Nackenschlag. Insgesamt war es ein sehr ausgeglichenes Spiel mit wenig Raum und wenigen klaren Chancen. Wir haben alles probiert, aber der Killerinstinkt ist nicht da. Die Mannschaft hat ein gutes Herz gezeigt. Umso trauriger sind wir, dass wir bisher nur einen Punkt haben."

Marvin Matip (Ingolstadt): "Die Leistung stimmt in den Spielen, aber die Ergebnisse passen nicht. Wir werden nicht die Nerven verlieren und weiter arbeiten. Wir wussten, dass die Saison schwer werden wird."

Niko Kovac (Trainer Frankfurt): "Ich bin mit der Leistung und dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir waren kämpferisch sehr stark und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden und werden nicht anfangen zu spinnen, sondern konzentriert weiterarbeiten. Die Welle, auf der wir sind, ist klein. Wenn wir übermütig werden, dann geht es ganz schnell in die andere Richtung."

SV Darmstadt 98 - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:0)

Norbert Meier (Trainer Darmstadt): "Wir sind natürlich sehr glücklich mit dem späten, aber verdienten Ausgleich. Hoffenheim ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Wir haben uns mit zunehmender Spieldauer mehr zugetraut. Beim 0:1 müssen wir wacher sein. Aber die Mannschaft hat nicht aufgesteckt. Die Mannschaft hat alles probiert. Das war das beste der vier bisherigen Spiele."

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): "Der Punktgewinn war für Darmstadt absolut verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir die Geduld, die wir haben wollten, ein bisschen verloren. Darmstadt hat an seine Chance geglaubt. Wir haben das Fußballspielen eingestellt. Dann bekommen wir spät, aber verdient, weil Darmstadt ein gutes Spiel gemacht hat, den Ausgleich. Da pennen zwei Spieler im Ablauf."

Ermin Bicakcic (Hoffenheim): "Es darf nicht passieren, dass in der Nachspielzeit am zweiten Pfosten zwei Darmstädter stehen und wir das Ding vergeigen. Das ist zum Kotzen."

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