Nur 24.500 Zuschauer in Hannover interessierten sich für das Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen St. Patrick's Athletic. Ein Feuerwerk brannten die Niedersachsen zwar nicht ab, siegten aber mit 2:0. Für die Tore sorgten die Abwehrspieler.
Hannover 96 hat auch das Rückspiel gegen St. Patrick's Athletic souverän mit 2:0 (1:0) gewonnen und zieht somit in die Playoffs der Europa League ein. Schon das Hinspiel in Dublin hatten die Roten vor einer Woche locker mit 3:0 für sich entschieden.
Mirko Slomka hatte für die Partie gegen die Iren einige Wechsel angekündigt und er hielt Wort. Für Mario Eggimann, Christian Pander und Jan Schlaudraff begannen Christian Schulz, Konstantin Rausch und Mohammed Abdellaoue.
Ereignisarme erste Halbzeit
Die Außenseiter aus Irland hatten laut eigener Aussage vor, den Bundesligisten zu ärgern, und sie spielten in der Anfangsphase tatsächlich gut mit. Sie hatten sogar die erste gute Chance der Partie, als Connor Kenna mit einem Volleyschuss nur die Latte traf (12. Min.).
Ansonsten dümpelte das Spiel in der spärlich besuchten AWD-Arena zu Beginn etwas vor sich hin. Während die 96er keine großen Anstalten machten ein Tor zu erzielen, tat sich St. Patrick's erwartungsgemäß schwer im Angriffsspiel. So spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, wo die Hannoveraner körperlich dominierten. Aus ihren auch spielerischen Vorteilen machten die Mannen von Mirko Slomka aber nicht viel.
Die Niedersachsen brauchten eine Standardsituation, um zum Torerfolg zu kommen. In der 32. Minute brachte Huszti einen Freistoß von links gefährlich vors Tor und Haggui war zu Stelle -1:0.
Schulz verletzt sich - Slomka nicht ganz zufrieden
Die nächste nennenswerte Aktion des Spiels wird Slomka die Sorgenfalten auf das Gesicht getrieben haben, denn Christian Schulz verletzte sich an der rechten Wade und wurde in der 39. Minute durch Mario Eggimann ersetzt.
Da auch der Neuzugang Felipe noch verletzt ist, ergibt sich schon jetzt ein kleines Problem in der Innenverteidigung. Immerhin kann sich der 96-Trainer auf die Treffsicherheit seiner Abwehrspieler verlassen. Auch das zweite Tor des Abends markierte ein Verteidiger: Kurz nach der Pause sorgte Eggimann nach einer Ecke für das 2:0 (47.).
In der Folge schaltete Hannover noch einen Gang zurück, kam aber trotzdem noch zu der einen oder anderen Chance. Ein Tor wollte nicht mehr gelingen, was Slomka nicht gefiel: "Man konnte sehen, dass wir die reifere Mannschaft sind. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Wir haben aber zu wenig Tore gemacht". Wer in den Playoffs auf Hannover wartet wird am Freitag ausgelost.
