Erneut hatte die DHB-Auswahl einen großen Kampf geliefert und Gastgeber Spanien am Rande einer Niederlage. Am Ende reichte es nicht und das neuformierte Team von Bundestrainer Heuberger musste das einkalkulierte Lehrgeld zahlen.
"Wir bleiben so lange im Fleisch des Gegners, bis es eitrig wird", hieß es im Vorfeld bei der DHB-Auswahl und diesem Statement ließ das Team von Martin Heuberger Taten folgen. Lange Zeit lieferte man Spanien einen harten Kampf, verlor am Ende unglücklich mit 24:28.
DHB-Auswahl konsequent - Arpad Sterbik ohne Chance
Silvio Heinevetter war von Beginn an im Spiel und die Abwehr um Oliver Roggisch im Mittelblock hatte den monströs anmutenden Kreisläufer Julen Aguinagalde zumindest in Halbzeit eins im Griff. Die deutschen Handballer erarbeiteten sich durch Treffer von Steffen Weinhold, Sven-Sören Christophersen, Patrick Wiencek und Michael Haaß eine 7:5-Führung.
Spanien agierte durchaus mit Respekt, spielte wie immer eine sehr offensive Abwehr, die in den ersten Minuten durch das Einlaufen über die Außen anfällig war. Zudem bekam Arpad Sterbik keine Hand an den Ball. Somit erhielt José Manuel Sierra das Vertrauen seines Trainers und sorgte mit einigen Paraden gleich für die Möglichkeiten zum 7:7.
Es blieb eine enge und sehr intensive Partie, in der der spanische Mittelblock um Viran Morros und Joan Canellas die schwer zu überwindende Mauer darstellte, die im Vorfeld erwartet worden war. Viele Zeitstrafen und Unterbrechungen verhinderten zudem eine flüssige Partie.
Deutsche Handballer mit nur zwölf Gegentoren
Doch die war auch nicht erwartet worden, da die Spanier ein physisch enorm starkes Team sind und einzig bei Gegenstößen über die Außen mit Tempo agieren. So kam Rechtsaußen Víctor Tomás auch in Halbzeit eins schon zu fünf Treffern. Doch das DHB-Team spielte aufmerksam und machte den Kreis dicht. Zudem leistete sich der Gastgeber der Handball-WM gleich fünf Turnover.
Aber erneut machte sich bei den Deutschen die fehlende Qualität im Rückraum bemerkbar - gerade gegen die starke Abwehr der Spanier -, dennoch zeigte das Team einmal mehr ein intensives Laufspiel und viele Varianten. Und während Spanien in den letzten viereinhalb Minuten der ersten Hälfte nur noch zu zwei Treffern kam, setzte sich Deutschland auf 14:12 zur Pause ab.





