Als absoluter Underdog war die DHB-Auswahl in das letzte Gruppenspiel bei der Handball-WM gegen Frankreich gegangen. Es wurde sogar schon von einem drohenden Schlachtfest gesprochen. Es kam anders und Deutschland siegte in einem packenden Match.
"Man muss zumindest optimistisch sein", hatte Stefan Kretzschmar vor dem Spiel erklärt. Und was die DHB-Auswahl dann ablieferte, war die bisher beste Turnierleistung bei der diesjährigen Handball-Weltmeisterschaft. Am Ende siegte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger mit 32:30.
"Das ist ein tolles Gefühl. Wir haben nicht nur den Weltmeister geschlagen, sondern eine richtig tolle Leistung auf die Platte gebracht. Das können wir genießen, aber es geht weiter. Wir werden mit voller Kraft ins Achtelfinale gehen, nicht dass dort Endstation ist", sagte Patrick Groetzki, der mit sechs Treffern bester DHB-Akteur war.
Starker Beginn der deutschen Handball-Auswahl
Die deutsche Abwehr verteidigte aggressiv und spielte variabel im Angriff. Zudem erwischte Thierry Omeyer einen gebrauchten Tag und so führte das Team von Martin Heuberger nach Treffern von Sven-Sören Christophersen, Dominik Klein, Michael Haaß, Steffen Weinhold und Kevin Schmidt mit 5:4. Bemerkenswert war, dass zwei der Tore in Unterzahl fielen.
Frankreich war der deutschen Mannschaft körperlich überlegen, zog sehr viele Fouls und daraus resultierende Siebenmeter. Oliver Roggisch hatte sich zudem nach 13 Minuten schon zwei Zeitstrafen eingehandelt, blieb den Rest der ersten Hälfte auf der Bank. Kein Team konnte sich im Verlaufe absetzen, die Führung wogte hin und her.
Mitte der ersten Hälfte hatte Frankreich seine beste Phase, drehte einen 9:11-Rückstand durch vier Treffer in Folge zum 13:11. Nikola Karabatic traf dann mit seinem fünften Tor zum 14:12, Heuberger hatte zuvor eine Auszeit genommen, sein Team wieder eingeschworen. Die DHB-Auswahl kämpfte sich zurück und hielt zur Halbzeit ein 16:16.
Schnelle Führung der DHB-Auswahl in Durchgang zwei
Deutschland blieb auf Temperatur und dank zweier Paraden von Heinevetter und schnellen Gegenstößen trafen Groetzki sowie Klein zum 19:16. Bemerkenswert war das Laufspiel der Deutschen, denen in Unterzahl wieder ein Treffer gelang. Doch Frankreich hielt mit individueller Klasse dagegen.





